22 Februar 2017

Angeln in Angeln

 

Also ich bin ja kein Angler. Ich bin eher ein Finder. Am Strand ist kaum ein Stein vor mir sicher und jede Muschel wird zumindest mal geschubst.
Besonders spannend sind Dinge, die man nicht so oft am Meer findet. Alle Plastikteile sammel ich ein und werfe sie in die Mülltonne, damit sie beim nächsten Hochwasser nicht wieder ins Meer gespült werden und Tiere quälen oder umbringen – und irgendwann wieder in unserer Nahrungskette auftauchen.
Rundgeschliffenes Treibholz ist wunderbar, aber oft zu groß zum Mitnehmen. Rostige Metallteile – großartig! Das Meer schenkt Dingen eine besondere Patina. Also nie ohne Rucksack unterwegs sein :-)
Beim Strandspaziergang im Urlaub in Angeln fand ich eine Box, die mit Sand und rostigen Angelhaken gefüllt war. Was für ein Schatz für Kreativbastler!


Zuhause habe ich eine alte Zigarrenkiste (da hab ich immer diverse auf Vorrat) von innen mit einer Landkarte ausgekleidet, die den Fundort zeigt und einen Minikompass eingebaut. Auf den Deckel hab ich eine Seekarte geklebt und Oblaten. Die Angelhaken konnte ich dann an einem Bambusstock im Kasten aufhängen.


Die Schachtel steht gut, aber ich könnte sie auch an die Wand hängen. Da bin ich noch unschlüssig. Sie wird ihren Platz finden.

20 Februar 2017

Wenn Kunden zu Comic-Figuren werden

 
Der Auftrag lautete: »Wir brauchen eine ganz besondere Einladung – ein Heft mit Fotos, Infotext und einer Story mit kleinen Strichmännchen, Emojis oder so.« Dass ich meine Kunden gleich in Comicfiguren verwandele, damit hatten sie nicht gerechnet.

Wie geht man so ein Projekt an?

Zuerst hab ich überlegt, wieviel Platz und wieviele Bilder (Frames*) ich brauche um die Geschichte zu erzählen. Das ist ja recht flexibel, denn ich kann entscheiden wie groß die Bilder sind, welche Form sie haben, ob ich die Figuren in einzelnen Close-Ups* zeige oder zusammen in einem Frame*, ob es Überschneidungen oder Zooms* gibt ... das lege ich schon im Storyboard* fest.
* Film und Comic haben viel gemeinsam


Bei den Figuren habe ich erstmal geguckt, welche optischen Merkmale für sie charakteristisch sind, also betont werden, und was man alles weglassen kann – reduce to the max. Für die Innenseiten des Heftes gab es diverse Fotos, so dass ich Vorlagen für die Entwicklung der Charaktere hatte.
Dann habe ich ausprobiert welche Art von Mund, Nase und Augen jeweils stimmig ist und damit Gesichtsausdrücke von fröhlich, über pikiert, irritiert, genervt bis zu angriffslustig und wütig getestet. Die Frau ist mir gleich gut gelungen, am Mann hab ich länger getüftelt.

Emotionen darzustellen geht eigentlich ganz einfach: Münder und Augenbrauen werden deutlich verändert. Der wunderbare Austin Kleon hat dafür eine supereinfache Methode entwickelt, die auch für Sketchnotes und Visual Thinking sehr nützlich ist. Guckt mal hier.
Unzählige Möglichkeiten ergeben sich, wenn man dann noch verschiedene Gesichtsformen und Frisuren zeichnet.


Hier sind ein paar von mir gezeichnete Frauen und Männer als Beispiel.


Ich zeichne meist mit Bleistift oder Fineliner auf Papier. Hier wollte ich einen rauen, schnellen Strich und habe meinen Lieblingsbleistift, den Palomino Blackwing 602 genommen.

Als Basis habe ich eine Figur (ohne Gesicht) verwendet, die mir bei den ersten Entwürfen gut gelungen ist. Ich hab sie immer wieder auf dünnes Layoutpapier durchgezeichnet und dabei dann jeweils einen anderen Gesichtsausdruck eingesetzt.
Es ist viel für die Tonne entstanden, aber auch genug Materiel für den Comic. Natürlich kann man das auch viel einfacher haben: eine Figur einmal zeichen, einscannen und dann jeweils einen neuen Gesichtsausdruck einsetzen. Oder gleich am Tablet machen und copy & paste nutzen. Das finde ich aber bei weitem nicht so lebendig, wie eine Figur, die neu gezeichnet wurde. Und Übung kann ja sowieso nie schaden.

Die Frames, Sprech- und Denkblasen hab ich auch in verschiedenen Versionen gezeichnet.
Dann alles gescannt und in Photoshop in SW-Bitmaps umgewandelt, was den Strich noch etwas gröber macht und sich dann im Layoutprogramm gut zusammensetzen, einfärben und anordnen lässt.

Als Schrift habe ich vor allem die Computerschrift Desyrel genommen, auch wenn Handlettering für mich kein Problem wäre. Zum Problem wird es dann erst bei Text-Korrekturen, es müsste alles neu geschrieben und bearbeitet werden. Das ist mit Computerschriften deutlich effizienter. Auf dem Umschlag ist noch dezent die Schrift Jane Austen zu sehen.

Es ist insgesamt ein 12-seitiges Heft im Oktavformat (A6) geworden, so wie die kleinen Aufgabenhefte aus der Schule.


Vorab gab es noch ein digitales "Save-the-Date", denn das Heft gab es ja noch gar nicht, also hab ich in Photoshop eine Simulation gemacht, bevor ich überhaupt mit der Gestaltung und den Illustrationen angefangen hatte.

13 Februar 2017

Zu Besuch auf Schloss Gottorf

 

Letzte Woche staunte ich mich viele Stunden durch Schloss Gottorf in Schleswig: Kunst, Kultur, Kunsthandwerk, Architektur, Geschichte, Archäologie – ein Landesmuseum, was mit seinen verschiedenen Bestandteilen für die ganze Familie ein gutes Ausflugsziel ist.

Im Winter kann man zwar nicht alles besichtigen – Barockgarten und Globus, Reithalle und Kreuzstall waren geschlossen – aber man bekommt mehr als genug zu sehen.


Da ist zuerst mal das Schloss selbst. Ich war beeindruckt von der Schönheit einzelner Räume, dem Stuck, den Deckenformen, besonderen Details und Möbeln.
Besonders der Hirschsaal (früher ein Musik-/Tanzsaal) hatte eine spezielle Atmosphäre und Akustik. Die Decken sind schwarz bemalt, aber im Stil stark vergrößerter Zeichnungen. An den Wänden prangen plastisch-gestaltete Wildtiere vor gemalten Naturszenen – endlich mal keine toten Tierköpfe und Geweihe an der Wand. Der Plöner Saal strahlt dagegen leicht und hell in Weiß und Gold.
Es gibt eine schöne Jugendstilsammung und an Emil Nolde kommt man natürlich in Schleswig-Holstein auch nicht vorbei.

Das gigantische 1700 Jahre alte Nydamboot ist ein einem eigenen Gebäude links vom Schloss untergebracht.


Und die Galerie der Klassischen Moderne bietet so viel wunderbare Kunst, auch ganz aktuelle, dass man schon allein hier einen erfüllten Tag verbringen kann. In dem Gebäude ist auch ein Café.
Und dann gibt es natürlich immer wieder Sonderausstellungen.


Wenn ihr da mal in der Nähe seid, dann nehmt euch die Zeit für einen Besuch. Und danach geht ihr zur Belohnung dann lecker Fisch essen an der Schlei.

06 Februar 2017

#coffebreak #project

Am 1. Januar startete ich auf meinem twitter-Account KulturDesign mit dem Coffeebreak-Projekt. Bei diesem Kunstprojekt habe ich es mir zur Aufgabe gemacht, jeden Tag ein benutztes Coffeepad auseinanderzunehmen und auf einer Fläche von 15x15 cm damit etwas Neues zu schaffen. Ganz spontan und frei, inspiriert vom jeweiligen Tag, dem Wetter, meiner Stimmung, einem Zitat ...
Oben seht ihr die 31 Coffeebreaks aus dem Januar.

Mit Teebeuteln, Zigarettenpapier, Algen und anderen hauchdünnen Collagematerialien arbeite ich schon länger. Seit ich so einen praktischen Kaffeespezialitätenautomat habe, fallen nun diese schönen runden Gewebe an und es wäre viel zu schade sie wegzuwerfen. Upcycling heißt das Zauberwort.

Ich habe auch kleine Bücher aus Coffeepads genäht, sie eingefärbt und viele Ideen für andere Verwendungsmöglichkeiten. Auf meinem Pinterest-Board habe ich ein paar Kaffee-Tee-Inspirationen gesammelt.

Ich dachte diese Dinger und auch Teebeutel bestünden aus Papier/Cellulose, aber meine Freundin Stephanie, die das Portal Plastikfreier Leben betreibt, hat mich aufgeklärt, dass auch da Plastik enthalten ist.Vielleicht gibt es bald welche ohne?

Demnächst Zeige ich euch, was ich gerade mit Teebeuteln mache :-)

30 Januar 2017

Make your own ... Sketchbook

 
Ich hatte lange ein bestimmtes Skizzenbuch. Da mir das Papier, die Verarbeitung, Größe und Preis so gut gefielen, hab ich vor ein paar Jahren einen ganzen Stapel davon gekauft. Einfach aus Angst, dass es das irgendwann nicht mehr gibt. Das perfekte Skizzenbuch ist nicht an jeder Ecke zu finden. Und was für den einen funktioniert, funktioniert nicht auch unbedingt für die andere.
Leider wurde irgendwann in der Produktion das Papier ausgetauscht. Es war nicht mehr für Aquarell oder Kalligrafie geeignet. Farben matschen durch, zerfließen nicht schön, es ist zu glatt, einfach billig und unangenehm.
Nun dachte ich erst, dass ich damit schon irgendwann zurecht komme oder mir das nur einbilde, aber ich hab mein aktuelles Buch immer seltener aufgeschlagen und irgendwann nur noch hinein geschrieben, nicht mehr gezeichnet. Ich war wirklich frustriert.


Jetzt habe ich mir selbst ein Skizzenbuch gebunden, was genau so ist, wie ich es will: außen graues Velour, innen rot ausgeschlagen, Stiftehalter, lange Klappen, 160 Seiten aus Vorsatzpapier, mit rotem Garn gebunden. Schließlich hab ich das doch gelernt. Danke, Marí!
Seitdem vergeht kein Tag mehr ohne Zeichnen und Experimente :-)

So sieht mein Buch geschlossen aus, Das Gummi, was den Füller hält geht durch beide Klappen, ist also gleichzeitig die Schließe. Das Velour ist eine selbstklebende Folie aus dem Baumarkt, die es mit verschiedenen Motiven gibt und die sich super verarbeiten lässt.

23 Januar 2017

»Venedig. Stadt der Künstler«

 
Gerade ging im Bucerius Kunstforum die Ausstellung »Venedig. Stadt der Künstler« zuende.
Es ging weniger um die Venezianische Schule, sondern um Werke, die zwischen dem 17. und 21. Jahrhundert in der Lagunenstadt, oder inspiriert von ihr, entstanden sind.


Besonders schön fand ich Monets sanfte verschwommene Bilder, die das bunte Licht wunderbar einfangen.
Kandinsky hat seine Motive auf schwarzem Papier gemalt, was den Konturen einen besonderen Effekt verleiht.


Es gab Fotos, die die Stadt um 1850 vor der Touristenflut zeigen, die ja bereits um 1900 einsetzte und damals schon Besorgnis erregte – was für mich neu war. Wunderschöne Bilder voller Tiefe.
Bei einem meiner Besuche (2001) habe ich noch analog und explizit in Schwarz-Weiß fotografiert. Ich finde, dass das – oder ein leichter Duplex-Effekt – hier einfach am besten passt.


Den Kontrast zu den alten Fotos und Gemälden bildete eine stark gekürzte Dokumentation, die das heutige Leben in der Stadt zeigt (hier ist die lange Version von "Das Venedig-Prinzip" zu sehen). Die ursprüngliche Vitalität und Schönheit wurde inzwischen ertränkt von Touristenmassen, die mit gigantischen Kreuzfahrtschiffen die kleine Stadt an der Lagune fluten. Und zudem zerbröselt die morbide Pracht langsam, was leider kaum aufzuhalten ist.



16 Januar 2017

Das neue »Queenz of Piano« Artwork

 
Für die wunderbaren »Queenz of Piano« habe ich 2016 ein Logo, Plakate und Promotion-Folder gestaltet. Anne Folger und Jennifer Rüth wollen sich neu positionieren und es gab einiges zu tun.

Den 6-seitigen Folder im Wickelfalz haben wir 5c gedruckt, also 4-farbig Euroskala plus die Schmuckfarbe Gold. Ich fand die Kombination eines 4c-simulierten Goldtons mit einem Vollton-Gold dabei spannend, denn bei jedem Licht wirken die goldenen Partien unterschiedlich. Es ist ein dezenter, eleganter Effekt, da ich es nur in Details eingesetzt habe, wie bei Linien und einzelnen Wörtern.


Der Einleger mit den Tourdaten ist im Format etwas kleiner und aus dickem Transparentpapier. Wenn sich Daten ändern, dann muss nicht der ganze Folder neu gedruckt werden, sondern nur der Einleger. Eine effiziente Lösung.

Und hier seht ihr einige goldene Details und das neue Logo:
Die Silhouette der beiden im Klavierkorpus posierenden Künstlerinnen erinnert an Bond-Girls. Drama, Baby!



09 Januar 2017

Ganz großes Kino!

 
Ende 2016 flatterte ein hübsches Kultur-Projekt auf meinen Tisch. *

Ich durfte eine Kampagne für 4 besonders schöne Premierenkinos in Berlin, Hannover und Köln gestalten.

KINOS … ich liebe Kinos!

Aus meinen zahlreichen Entwürfen entschied man sich für ein recht klassisches Motiv (das mit dem Vorhang).



Ich zeige euch aber noch ein paar der anderen Motive, die rausgeflogen sind. Vom Aufmerksamkeitswert her hätte ich mich wohl anders entschieden. Deshalb war es sinnvoll dem neuen Kunden, den ich kaum einschätzen konnte, erstmal einigen Stoff zu liefern.
Es ist eine plakative Eierlegendewollmilchsau: Im Vordergrund steht jeweils das schöne Kino und der Servicegedanke, aber auch der Film, der zum Jahreswechsel auf dem Programm stand. Trotzdem müssen optisch Prioritäten gesetzt werden um den Blick zu leiten. Das kann man nicht immer jedem Kunden vermitteln. Ich denke das hat hier aber ganz gut geklappt.




* Wunderbarerweise wieder über eine Empfehlung. Langsam glaube ich, dass ich dieses Akquise-Thema nie richtig lernen werde ...


03 Januar 2017

Das neue Jahr mit Kunst begrüßen.

 
Ich zeig euch einfach mal was mir heute beim Besuch verschiedener Ausstellungen in der Hamburger Kunsthalle besonders gefiel.

Das ganze Haus hat sich nach dem umfangreichen Umbau positiv verändert. Es atmet jetzt viel mehr, wirkt aufgeräumter und die Kunst hat Licht und Raum um von uns genossen zu werden.

Was gibt es schöneres, als stundenlang durch eine Kunsthalle zu schlendern und sich hier und da überraschen zu lassen. Z.B. von einer Garderobenmarke, die mir die Antwort auf die Frage "nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest" gab. 


Eigentlich war ich gezielt wegen 2 Ausstellungen in der Hamburger Kunsthalle. Aber bei den Surrealisten war es proppevoll und ich habe festgestellt, dass mich die Kunstrichtung auch nicht mehr so reizt. Magritte, Dalí, Arp, Picasso, Miró, Ernst, Duchamp …
Aber dann war da dieses klitzekleine zauberhafte Werk von André Breton (1896-1966), was mich ansprang: "Ich habe den Kommandanten Lefebvre des Noettes aus der Nähe gegrüßt, Objektgedicht, 1942" (links). Und die "Studiotür, 1939" von Man Ray (1890-1976) mochte ich auch sehr (rechts).


Ich bin dann aber vor den Menschenmassen geflüchtet und haben mir die Spurenlese angesehen. Dort gab es Zeichnungen und Aquarelle vom 16. bis 19. Jahrhundert. Erstaunlich mit welchen einfachen Mitteln beeindruckende Bilder entstanden. Wenn ich daran denke was wir heute im Kunstbedarf für Werkzeuge und Mittelchen haben. Braucht man alles nicht. Feder, Tinte, Kohle, Graphit, Aquarell, Papier und Schluss.
Ich hab mir fest vorgenommen beim nächsten Besuch einer Ausstellung meine Lesebrille mitzunehmen. Manche Zeichnungen sind so filigran und klein, dass man sich fragt wie sowas möglich ist.
Bei diesem Bild (oben) sieht man wie wirkungsvoll es ist, wenn uns der Künstler nur das zeigt, was ihm gerade wichtig ist. Der Rest wird nur angedeutet. Ich liebe es! Und es ist gar nicht leicht in unserer bildüberfluteten Zeit unwichtige Dinge auszublenden und sich beim Zeichnen zu fokussieren. Ich weiß, wovon ich spreche ;-)


Dann war ich noch in der Galerie der Gegenwart und habe mir Zeichnungsräume II angesehen. Eine großartige Ausstellung zeitgenössischer Graphik, die noch bis zum 21. Mai 2017 läuft. Sehenswert sind auch die Animationen, die gezeigt werden.


Und ich stolperte noch über diesen schönen Ferdinand Hodler (1853-1918) …

… und fand mich in einem Raum mit Werken Hamburger Künstler des "Hamburgischen Künstlerclubs" und der späteren "Hamburgischen Sezession" wieder. Deutsche Maler, die vom französischen Impressionismus und später Expressionismus beeinflusst wurden und die ich immer spannender finde.


Julius von Ehren (1864-1944) hat diese "Möwen an der Alster" gemalt. Die Häuser im Hintergrund (Speicherstadt?) habe ich jetzt erst auf dem Foto wahrgenommen. Live beeindruckten mich vor allem die Dynamik der Möwen und die Farben (warmgrau/kaltgrau/schwarz).

Wunderbar fand ich diese Frühlingsszene von Ernst Eitner (1867-1955). Das Bild stellt die Menschen (seine Familie) lebensgroß dar. Es ist als würde man aus einer Terrassentür in den Garten gucken.

Und dann waren da noch die neuen Piktogramme und das gelungene Leitsystem der Kunsthalle. Für mich als Grafikerin ist das natürlich auch eine Kunstform, die Beachtung verdient.

Geht doch auch mal wieder in eine Ausstellung oder ein Museum und lasst euch beeindrucken und inspirieren.

Ich wünsche euch ein fantastisches Jahr 2017!

06 Dezember 2016

Hühnerhimmel

 
Dass ich mich gern mit Sternen, Planeten und Himmelsereignissen beschäftige, hat sich ja herumgesprochen. Meine neueste Entdeckung auf diesem Gebiet ist der »Hühnerhimmel« unserer nördlichen Hemisphäre (coelum gallus gallus).

Vermutlich ist er nur wenigen unter euch bekannt. Deshalb habe ich ihn einmal skizziert und die wichtigsten Sternbilder bezeichnet.

(Aquarellfarben, Maskierstift, weißer Gelstift)

21 November 2016

Hör auf deine lettische Oma!

 
Flat Fair 2016 ist vorüber. Wir sind happy. Unser erster gemeinsamer Markt war megaschön und ein voller Erfolg. Tolle Stimmung, tolle Leute, gute Verkäufe, schöne Gespräche, lecker Kuchen.
Ich hätte gern noch länger mit vielen wunderbaren Menschen gesprochen, die ich teilweise ganz lange nicht gesehen habe. Aber ich war nonstop in Action, kam kaum mal aufs Klo.
Alle sind sich einig: Flat Fair machen wir 2017 wieder :-)

Hier sind ein paar Impressionen von den Beteiligten, den Ständen und den Gästen an diesem besonderen Tag.


Die meisten wissen gar nicht, was ich, außer Grafikdesign, noch so mache. Es gibt eigentlich eher wenig, was ich NICHT mache. Hier konnte ich zumindest einen Teil davon zeigen. Keramik, Kalligrafie, Karten, Collagen, Illus, Schachteln, Leporellos, Schmuck, Gefilztes ... (für größere Holzarbeiten oder zum Fliesenlegen und Wändebemalen war leider kein Platz ;-)



Und was hat es mit der Oma auf sich?
Meine lettische Oma konnte sich nicht merken, dass ich Grafikdesign studiert habe. So hat sie dann allen erzählt, dass ihre Enkelin Keramikerin ist. Irgendwie hatte sie ja Recht, weil ich das auch mache seit ich klein bin. War mir nur damals nicht bewusst, dass ich es irgendwann auch gewerblich nutzen würde. Sie wusste mehr.


07 November 2016

Sivan Talmor Plakate

 
Die israelische Sängerin Sivan Talmor (The Voice Israel 2012) ist mit Sicherheit ein Ausnahmetalent. Ihre Stimme und Live-Bühnenpräsenz sind faszinierend, und das Album FIRE hat es der Kritik auch ziemlich angetan.

Wäre ich im Dezember im Kölner Raum unterwegs, dann würd ich mir das Benefizkonzert sicher nicht entgehen lassen. Sivan Talmor mit Gabby Young im Doppelprogramm! Und das in der Pampa in einem kleinen Saal. Bestimmt ein großartiger Abend.

Für die Plakate, die auch auf der späteren Tour genutzt werden, habe ich aus FIRE deutlich ICE gemacht. Zum neuen weißhaarigen Look von Sivan und den winterlichen Fotos passt es gut und setzt einen schönen Kontrast zur eigentlichen Bedeutung des Wortes. In den Konzerten wird man ganz sicher in alle Aggregatzustände versetzt und fließt am Ende glücklich aus dem Saal, während die Ohren noch rauchen.


Hier sind noch andere Entwürfe, die ich vorgeschlagen hatte. Aber der eisige gefiel allen Beteiligten am besten. Mir auch.