31 Oktober 2005

london5 - art at tate's

Tate Modern: eine riesengroße Eisberg Installation (genannt "Embankment" von Rachel Whiteread) aus zusammengeklebten Kunststoffkisten im Turbinenraum des ehemaligen Kraftwerks läßt den Raum (35 m hoch, 160 m lang) größer erscheinen als wenn er ganz leer wäre.
Im Museum ist modernere Kunst (ab Impressionismus) zu sehen und zur Zeit eine faszinierende Fotoausstellung von Jeff Wall.
http://www.tate.org.uk/modern/

Ältere Werke sind in der Tate Britain ausgestellt, dort habe ich mir primär die Turner Gemälde angesehen, wobei ich besonders den Raum mit den unvollendeten sehr reizvoll fand.
http://www.tate.org.uk/servlet/CollectionDisplays?roomid=3290

Die Präraffaeliten inspirieren mich schon seit Ewigkeiten und es ist spannend vor den Originalen von Rossetti, Morris, Burne-Jones, Millais oder Holman Hunt zu stehen und die Farben und Pinselstriche zu sehen.
http://www.tate.org.uk/servlet/CollectionDisplays?roomid=3452

london4 - the wall

Bemalte Wände, zerrissene Plakate, Spiegelung.
East End, Knightsbridge, Notting Hill. 20 Grad und Sonne, Ende Oktober.

Ich habe ein paar lustige Tage in London verbracht um meine Freunde aus Toronto zu treffen und den Geist kulturell anzureichern. Steve ist Illustrator und Jeff Innenarchitekt, wir kennen uns seit 20 Jahren. Dann haben wir noch Basti in Hampstead getroffen, er ist Musiker, Reisender und Schreibender.
Ich habe viele inspirierende Gespräche und Eindrücke bekommen.

london3 - the floor




Scheren verzieren einen Kohlenspeicher vor einer Schneiderei im East End, Diana Memorial Blüten den Kensington Garden und der präraffaelitische Maler Burne-Jones hat eine Keramiktafel in seinen ehemaligen Vorgarten in Knightsbridge bekommen.

30 Oktober 2005

london2 - windows













Wunderschöne Schaufenster Dekorationen für exclusive Nahrungsmittel (Kaviar, Marmeladen, Champagner, Tee) mit riesigen Köpfen fand ich in der Picadilly Street.

Indische Kleider an Original 50er Jahre Schaufensterpuppen mit teilweise abgebrochenen Nasen gab es im East End.

london1 - grafisch-typografisch



Begegnungen mit kuriosen grafischen Elementen, aber auch sehr schöner Typografie. Salzige bissige Hundechips, modische Perücken, sex-y girls, ein buntes Filmfest Programm und Baby-Tausch... zum Glück gibt es nicht alles wirklich dort.
Oder irre ich mich?

25 Oktober 2005

Christy Moore Plakat

Heute Abend tritt Christy Moore in Hamburg auf. Ich habe die Plakate gestaltet, die in Hamburg und Berlin gehängt wurden. Bei einer kleinen Tour kann man auch mal alle Termine intergrieren um die Druckkosten niedriger zu halten.
Das Originalfoto war schwarzweiß, ich habe dann ein Zartbitterschokoladebraun Duplex daraus gemacht.
Hier ist ein Problem aufgetreten, was ich öfter erlebe. Das Foto war von Fotografenseite her bereits stark angeschnitten (also die Person steht nicht mit Raum darum zentral im Foto), was die Verarbeitung in einer neuen Gestaltung sehr erschwert.
Ich verstehe, daß ein Fotograf eine kreative Aussage schaffen möchte und das ist auch OK. Nur sind solche Bilder nicht unbedingt geeignet um damit Werbemittel zu gestalten, da es von vornherein durch den Beschnitt gestalterische Einschränkungen gibt.
Als Pressefoto wäre es wunderbar, aber so läßt es für die Bildaufteilung keine großen Freiheiten um mit dem Motiv zu spielen. Zusätzlich brauche ich ja im Druck auch noch Beschnittzugabe und es fällt dadurch noch mehr weg.

Hier gibt es mehr Infos zu Christy Moore, der übrigens der ältere Bruder von Luka Bloom ist, was ich erst während der Recherche zum Plakat herausfand.
http://www.christymoore.com/

24 Oktober 2005

Kein besonders produktiver Arbeitstag

Morgens war noch alles bestens.

Bis sich dann mein neuester Rechner fast kommentarlos verabschiedete ("knister britzel" kam nur vielsagend). Leider mußte er jetzt zum "Apfeldoktor" wo er sich hoffentlich schnell erholt, denn ich konnte ihm trotz spannenden Auseinandernehmens, online Fehleranalyse und Telefonsupport nicht helfen.
Zum Glück ist sein Vorgänger noch ganz motiviert und ich bin eine schlaue Füchsin, die immer ihre Daten extern sichert.
Puh... und einen wichtigen Job habe ich sogar noch letzte Nacht erfolgreich zum Drucker geschickt, sonst hätte ich damit jetzt ein zeitliches Problem bekommen.

Abends war dann fast alles wieder bestens...

23 Oktober 2005

Typografie Spaß


Herrlich, herrlich! Ich habe heute von einem Freund diese wunderbare URL bekommen
http://metaatem.net/words/
Ein großer Spaß für jeden Typografie Fan. Ich habe natürlich sofort losgelegt und den Herbst eingefangen :-)

21 Oktober 2005

Zwei Damen von Welt

Sehr gerne bekritzle ich großflächig alte Zeitungen und setze auf das vorhandene Layout mit Kohle oder Wachsstiften ein Bild, das dann in Interaktion mit dem Text treten kann.
Das Zeitungspapier vergilbt recht schnell, was sehr lebendig wirkt und nur anhand der Meldungen kann man erkennen, daß es noch gar nicht so alt ist.

20 Oktober 2005

17 Oktober 2005

Mísia Reinzeichnung

Die Reinzeichnung des Mísia Plakats "the drama box concerts" ist heute freigegeben worden und es kann in den Druck gehen.
4c Euroskala, A1 Endformat.
Reinzeichnung InDesign CS auf A3 angelegt mit 3mm Beschnittzugabe. Daten gehen als druckfähiges PDF an Leppelt Druck. Typo mal ganz klassisch aus der altbewährten Times Familie.

14 Oktober 2005

Zeitmanagement

Heute habe ich ein paar Schwarz/Weiß Anzeigen im Rahmen der schon erwähnten WinterClassics gestaltet, die an Novemberausgaben diverser Magazine gingen.
Ich frage mich, wann ich endlich mal genug Ruhe finde um meine Homepage auf den neuesten Stand zu bringen und u.a. mit diesem Blog zu verbinden.
Das Wochenende ist auch schon komplett verplant und zwei oder drei neue Projekte warten auf mich.
Prioritäten setzen heißt das Zauberwort.

13 Oktober 2005

Ausstellungsplakat für Christine Böer

Heute war Christine Böer bei mir im Büro. Sie ist eine hochinteressante Künstlerin, Journalistin, Presse- und Gerichtszeichnerin. Auf ihrer Homepage sind viele Arbeiten von ihr zu sehen:
http://www.christine-boer.de/

Ich habe für sie ein Plakat für eine Lesung & Ausstellung gestaltet, die sie in Hamburg macht und sie dadurch auch persönlich kennengelernt. Ich kannte ihre Arbeiten, die z.B. im Hamburger Abendblatt, der TAZ oder im NDR gezeigt wurden und habe mich sehr gefreut sie mal hautnah zu "erleben" (anders kann ich das nicht nennen).

Ich habe eine quirlige, kreativitätssprudelnde, inspirierende Frau erlebt, voller faszinierender Geschichten und Erlebnisse, die trotzdem in der Lage ist zuzuhören und von ihren Leistungen/ihrem Können weniger beeindruckt ist, als man meinen könnte oder als ich erwartet hatte.
Sie hat mir menschlich einen richtig schönen positiven Schub verpaßt und ich bin sehr gespannt auf die Ausstellung, die am 21.10. beginnt.

10 Oktober 2005

Mísia Plakat Layouts



Ich habe in dieser Woche mit den Entwürfen des Tourplakat für die Sängerin Mísia begonnen.
Das Foto und das CD Artwork sind wieder sehr schön und von guter Qualität, was den technischen Ablauf in der Gestaltung etwas erleichtert. So ist nur eine geringe Bildbearbeitung des Fotos nötig und mein kreativer Spielraum hält sich hierbei auch mal in Grenzen.
Urlaub für den Gestalter :-)
Die Musik ist teilweise sehr melancholisch aber auch voller Kraft und Gefühl. Wer an weiteren Informationen über Mísia interessiert ist kann mal auf ihre sehr schöne Homepage gucken: http://www.de.misia-online.com/

09 Oktober 2005

Französischer Zeitungsleser

Das war ein Test für ein animiertes Gif der Illustration eines bebrillten, dreifingrigen, rotkrawattigen Zeitungslesers.
Vive la lecture!

07 Oktober 2005

Flow

Kleine Spielerei mit einem Foto von Noa.
Noa ist eine israelische Sängerin, deren Musik mich einfach inspiriert hat völlig sinnfrei Formen und Farben fließen zu lassen. "Entspannungskreativität" könnte man sagen...
http://www.noasmusic.com/noasmusic.html

06 Oktober 2005

Das berühmte weiße Blatt...

Ich möchte einmal beschreiben, wie ich mit einem Designauftrag anfange und nehme als Beispiel das Konzertplakat für einen Künstler.

Zuerst analysiere ich das Material, das ich vom Kunden geliefert bekomme, wenn ich welches bekommen habe. Das können Fotos sein, eine CD oder die URL der Plattenfirma bzw. des Managements, alte Artworks oder eben auch gar nichts. Manchmal kann ich mit dem Künstler sprechen und seine Vorstellungen erfahren oder ich rede mit einem Vermittler (Manager, Booker, Veranstalter, Label o.ä.). So sauge ich in dieser Phase so viele Informationen auf, wie möglich.

Ich höre mich in die Musik ein, wenn ich sie noch nicht kenne und durchforste das Internet oder auch mal die Bücherei nach allen möglichen Informationen zum Künstler, der aktuellen CD, dem Land aus dem er kommt, der Sprache etc. um visuelle Vorstellungen zu bekommen mit welchen Farben, Symbolen oder Schriften ich arbeiten möchte.

Sehr wichtig ist es auch bestimmte Fettnäpfchen auszuschließen. So kann es z.B. sein, daß ein bestimmter Grünton in einem Plakat eines türkischen Künstlers die Assoziation zu fundamentalistischen Kreisen des Landes bringt, was ganz sicher nicht in seinem Interesse wäre.
Von daher muß ich mich besonders über mir nicht so vertraute Gebiete und Bereiche und problematische Symbole etwas genauer informieren. Da mich diese Recherche bereichert und ich dabei immer dazulerne, mache ich sie oft abends oder am Wochenende und sehe sie als Fortbildung und Grundstock der Arbeit, die ich allerdings den Kunden nur in Ausnahmefällen berechne, in denen es zeitlich sehr aufwendig wird, da wir beide etwas davon haben: ich bin bestens vorbereitet für ein Ergebnis das konzeptionell in die Tiefe geht und der Kunde weiß das zu schätzen.

Während der Recherche fange ich dann an zu scribbeln oder schon grobe Entwürfe am Computer zu layouten. Ich notiere mir nebenbei Schriften, Farben, Assoziationen die auch ganz absurd sein können aber später doch nützlich werden und halte sie ordnend in Mindmaps fest.
Manchmal befrage ich Menschen in meiner Umgebung, die der Zielgruppe des jeweiligen Projekts nahekommen, nach ihren Vorstellungen oder Bildern, die sie mit der Musik/der Veranstaltung in Verbindung bringen, wodurch ich meine Ideen abklopfe oder festige.

Es kommt aber auch vor, daß ich ein geniales Foto bekomme, den Künstler schon kenne und direkt einen Entwurf schaffe, von dem ich weiß, daß er funktioniert und das ganze Procedere ist dann sehr viel kürzer als oben beschrieben.

05 Oktober 2005

Eva Ayllón - Afro Peruanische Legende

Es war das falsche Foto für dieses Plakat...

Ursprünglich sollte ein Live Foto verwendet werden, aber das lag nicht in der entsprechenden Auflösung vor.
So mußte ein Bild genommen werden, auf dem die Künstlerin im schwarzen Kleid mit schwarzem Haar vor einem komplett schwarzen Hintergrund stand. Hurra!

Bei den Entwürfen stellte sich dann schnell heraus, daß es immer viel zu klassisch wirkte, zu ernst, zu düster. Und wir hatten diese Assoziation mit dem "sterbenden Schwan", was zu der vitalen afro-peruanischen Musik so gar nicht passen wollte.

Also habe ich das Bild intensiv in Photoshop bearbeitet, einen knackigen roten Fond geschaffen und die Haare behutsam freigestellt - gar nicht so leicht bei schwarz auf schwarz. Als kleine Serviceleistung gibt es natürlich dezente Hautglättung und Fältchenreduzierung :-)

04 Oktober 2005

Inspiration

Morgens beim Laufen habe ich die besten Ideen. In der Natur sind meine Gedanken besonders klar und diese Ressource nutze ich für den ganzen Tag.

Kaum zu glauben, daß das noch in Hamburg ist, mag mancher vielleicht denken.

Ich begegne Schafen, Pferden, Kühen, Fasanen, Möwen, Hunden, Katzen und sehr wenigen Menschen - laufe durch Wald, Heide und am Elbstrand - sehe Fischer- und Segelboote, Containerschiffe und Schlepper.

Jeden Tag ist es komplett anders: windig oder windstill, neblig, sonnig, warm, schwül, bewölkt, regnerisch, mal Ebbe, mal Flut, manchmal Springflut... immer wieder neu und immer ein anderes Licht.

03 Oktober 2005

WinterClassics Plakat Reinzeichnung

Das Plakat wird in dieser Woche gedruckt.

Technisches:
Reinzeichnung: InDesign auf A3 Format, druckfähiges PDF.
Typo: Birch und Meta.
Druck: Offset, A1 und A2, 4c, Auflösung 150 dpi bei Endgröße.
Gedruckt wird bei Bahruth Druck und Medien in Reinbek.

Die A1 Plakate kommen an Säulen und Bahnhofsplakatwände, A2 Plakate werden zusätzlich in U-Bahnen gehängt.

02 Oktober 2005

WinterClassics Layouts

Diese Entwürfe habe ich dem Kunden geschickt.
Links ist im Hintergrund ein Foto von vereisten Blättern von einer Werbefotografin aus Fellbach (C. Gerhardt), daneben ein Schneemotiv von mir, daneben ein Spekulatius und das Lieblingsmotiv des Kunden, der Schlitten im Schnee.

Da ich in dem Plakat so viele Veranstaltungen unter einen Hut bringen muß, die noch deutlisch lesbar sein sollen, ist Übersichtlichkeit gefragt. Die habe ich durch das Einziehen der Querbalken geschaffen, die einerseits die Veranstaltungen voneinander trennen und andererseits Datum und Venue hervorheben

01 Oktober 2005

Schlitten Illustration

Für das Motiv habe ich unseren alten Schlitten aus dem Keller geholt und ihn auf weißem Untergrund abfotografiert. Danach habe ich das Bild in Photoshop bearbeitet und die Schneespuren gemalt.


Das Foto habe ich mit Filtern weichgezeichnet und den Schnee insgesamt blauer und dunkler gefärbt als er wäre, da das Bild der Hintergrund eines Schriftplakats wird und dann nur ca. 40-50% stark gedruckt werden kann. Trotzdem soll es noch etwas nach Schnee aussehen und der Schlitten darf im Ganzen nicht zu deutlich werden.

WinterClassics

Schon im sonnigen Spätsommer habe ich mit den ersten Entwürfen für ein sehr winterliches Thema angefangen.
Sehr seltsam wenn man bei 25 Grad oder mehr die buntesten Eindrücke um sich herum hat, wie Eisverkäufer, leichte Kleidung, Kinder die vom Freibad kommen, die überfüllten Strände der Elbe, Pastellfarben, strahlende sonnengebräunte Gesichter, den Duft von Kokos und Mango und morgens schon um 7 Uhr beim Joggen schwitzt...
Und dabei habe ich mich innerlich mit diesem Plakatprojekt beschäftigt, mit Schnee und Eis, Weihnachten, Bratäpfeln, Schlitten, Zimtsternen, warmen und kalten Farbtönen...
Und ich benötigte ein Foto von einem Spekulatius, was ich als Hintergrund eines Entwurfs haben wollte. Es gab aber noch keine zu kaufen (dabei geht der Verkauf dieser Artikel immer schon extrem früh los in den Läden - aber eben nicht sooo früh).
So war ich ganz froh, daß der Kunde an dem Entwurf kein Interesse hatte :-)

Genommen wurde der ganz unten links im Skizzenbuch, der mit dem Schlitten im Schnee.