28 November 2011

2012 wirft seine Schatten voraus

Das ist der Titel vom neuen 40-seitigen Planetariums-Programmheft. Das Motiv gehört zur Premiere "Hayabusa – zurück zur Erde" in der es um die spannende Geschichte einer japanischen Raumsonde geht.
Es gibt mehrere Premieren im ersten Quartal und ich bin schon sehr gespannt auf die neuen Shows. Es ist ja doch ein großer Unterschied ob man nur die Bilder sieht und den Inhalt liest oder es live in der Sternenkuppel erlebt. Das Programm kann man natürlich auch online einsehen.

21 November 2011

Flyeralarm

Das sind ein paar Flyer, die in den letzten Wochen für verschiedene Kunden und Projekte gemacht habe. Sie dienen zur Information über Vorträge, Shows und Konzerte.
Außerdem arbeite ich an an mehreren Logos und habe verschiedene Weihnachtskarten, Anzeigen und Plakate gestaltet.

07 November 2011

Kalligrafie mit ungewöhnlichen Materialien


Im Kalligrafie-Workshop von Brigitte Schrader ging es darum, mit und auf ungewöhnlichen Materialien zu schreiben. Brigitte ist Kalligrafin, Grafikerin und Dozentin an der FH Hildesheim. Der Workshop fand in der ag-Galerie statt, in der es interessante Angebote verschiedener Kalligrafen gibt.
2 Mitstreiterinnen von der Sommerakademie "Pentiment" waren auch dabei.

Wir haben uns aus den merkwürdigsten Sachen Schreibwerkzeuge gebaut: Pflanzenfasern, Schwämme, Leder, Verpackungen, Plastikbänder, Impfnadeln, Büroklammern, Knöpfe, Dübel, Schrauben, Nägel, Scherben, Filzgleiter, Federn, Stoff, Schaumstoff, Bambus, Haare, Besteck, CDs, Korken, Pommeshölzchen, Mohnkapseln, Gräser, Bucheckern, Erlen, Stecknadeln, Pfeifenputzer ... ich habe um die 35 Sachen ausprobiert und damit spannende, chaotische Schrift geschaffen.
Der 2. Schwerpunkt im Workshop waren die Oberflächen. Man kann ja nicht nur auf Papier schreiben. Zum Einsatz kamen allerlei Pappen, Pergamente, Teebeutel, Unkrautfließ, Wurzelfließ, Teichfolie, Partytischdecken, Dachpappe, Zigarettenpapiere, After Eight-Papier, Tapeten ... wir haben dann auch an Collagen aus verschiedenen Sachen gearbeitet, von filigran bis grob.

Am interessantesten fand ich aber die Schreibwerkzeuge und die Überraschungen, die man beim Ausprobieren erlebt. Wenn ich mir etwas vorstellte, was gut funktionieren könnte, dann war das meist nicht der Fall. Aber dann wurde ich wieder positiv überrascht von etwas, was zuerst langweilig wirkte.
Was mir gar nicht guttat war die Chemie, die in manchen Farben und Materialien steckte, ich hatte Kopfschmerzen und denke, dass das an der Dachpappe und dem Unkrautzeux lag – wer weiß was da alles drin ist. Ich kann nur abraten das in geschlossenen Räumen zu verwenden.

05 November 2011

Photoshop to go

Wer braucht schon Photoshop, wenn er so eine so tolle Linse hat wie ich? Vor die Kamera halten und eine neue Welt entdecken aus Facettenaugensicht – fast wie ein Insekt.
Man bekommt sie bei Werkhaus Hamburg, das ist eine gute Adresse für schöne, ökologisch produzierte, dauerhafte Produkte, die im eigenen Land hergestellt werden. Sehr empfehlenswert, falls jemand noch Weihnachtsgeschenke sucht.

27 Oktober 2011

Alle Jahre wieder ...

Ja, es ist nicht mehr zu übersehen: in knapp 2 Monaten ist schon wieder Weihnachten.
Kalender und Weihnachtskarten gestalte ich ja schon seit Monaten für Kunden. Aber das hier war ein besonders schönes Projekt: ein Pralinenkalender für eine Firma, die Visa-Services anbietet. So habe ich einen "Weihnachtspass" entwickelt, der mit guten Wünschen in verschiedenen Sprachen bestempelt wurde. Er liegt auf einem Bett aus glitzernden Kugeln in den Corporate-Design-Farben des Kunden.
Hoffentlich bekomme ich ein leckeres Belegexemplar zum Plündern ...

19 Oktober 2011

Schmuckbuchstaben-Workshop

Am Wochenende habe ich an einem Workshop der Kalligrafin Helga Hamann-Kunstleben teilgenommen. Sie war Architektin und Plakatmalerin und hat eine angenehm lockere Art ihr Wissen zu vermitteln. Ich plane schon an ihrem nächsten Workshop zum Thema »Ornamente« teilzunehmen.
Der Workshop fand in Salzhausen im »Haus des Gastes« statt, ein sehr schöner Ort für Seminare. Wir haben mit verschiedenen Alphabeten experimentiert, gezeichnet, coloriert und auch das Vergolden geübt. Dabei werden hauchzarte Metallfolien verwendet, entweder Transferblattgold, oder Schlagmetall (günstiger) und mit einer Anlegemilch mit dem Papier verbunden. Die Wirkung von goldenen Elementen in Buchstaben ist sehr edel und man sollte das unbedingt sparsam einsetzen, damit es nicht kitschig wird.
Die Tricks und Tipps, die ich gelernt habe fand ich sehr nützlich. Es lässt sich einfach nicht alles durch Bücher lernen, die Profis können live viel mehr vermitteln.

17 Oktober 2011

Rockstars

Mitte November hat eine neue Musikshow Premiere im Planetarium Hamburg: "Rockstars". Es wird Musik der 70er bis 90er Jahre mit viel Laser und Tamtam geben. Eingebettet in eine kosmische Chartshow sind wir unterwegs mit dem Raumschiff durchs Universum. Vielleicht erfahren wir auch ob Außerirdische mehr mit den Hits von Billy Idol, U2 oder AC/DC anfangen können. Hier ist ein Plakatentwurf und ein Web-Banner zu sehen.

05 Oktober 2011

Ausstellungs-Design

Passend zur Größe des Mammuts – dem Hauptmotiv der Ausstellung "Eiszeit in Hamburg" – habe ich auch großformatige Sachen gestaltet. Ein Folienbanner von 6,5 Metern Höhe ziert den Eingangsbereich, und das ehemalige Portal des Harburger Rathauses wurde mit einem Großplakat bestückt. Etwas kleiner sind die Übersichtstafeln geraten (60x70 cm) und dann gibt es noch kleinere Tafeln (A5) , die direkt bei den Exponaten stehen. Dazu hier noch zu sehen: Flyer, Ausstellungsführer und Anzeigen.
Das war ein sehr schönes Projekt.

28 September 2011

Ich seh den Sternenhimmel ...

Wenn man im Planetarium Hamburg in den Fahrstuhl zur Aussichtsplattform steigt, dann kann man jetzt an der Decke den Sternenhimmel betrachten und die Sternbilder lernen. Die Vektordatei hatte ich ursprünglich für einen Regenschirm gestaltet und nun für das größere Format der Decke noch etwas erweitert.

15 September 2011

KulturTour Kopenhagen

Ende August war ich in Kopenhagen. Eine wunderbare Stadt für kurze oder längere Aufenthalte und von Hamburg aus schnell mit Bahn und Fähre zu erreichen. Ich hab mich einfach treiben lassen und mich u. a. über die Touris amüsiert, die aus Reisebussen ploppen, sich schnell vor der Meerjungfrau knipsen lassen und dabei von den grünen Felsen ins Wasser glitschen um den Rest der Stadt in nasser Hose zu erleben.
Das Designmuseum kann ich empfehlen, Christiania, den botanischen Garten oder den Rundetårn. Wer mehr Zeit hat kann die Kunstgalerie Louisiana im Norden besuchen, die Carlsberg-Brauerei und den schönen Park dort oder mit der Metro in die Stadt Malmö (Schweden) fahren. Schöne Designshops mit Deko, Möbeln, Mode, Kitsch und Nützlichem gibt es in beiden Städten.

12 September 2011

Autoaufkleber

Inzwischen gibt es eine Reihe von neuen Folien und Techniken um schöne, langlebige und gut zu entfernende Autoaufkleber mit individueller Gestaltung zu bekommen. Mein Kunde hat sich eine Folie ausgesucht, die von außen schwarz aussieht, aber von innen aus dem Auto hat man trotzdem eine gute Durchsicht. Auf Bussen wird das auch eingesetzt, da sind die Löcher und Raster der Folie deutlich zu erkennen. Außen ist der gesamte Bus gestaltet, aber der Fahrgast kann rausgucken. Früher musste man die Fenster aussparen und war dann nicht so frei im Design.
Den Schriftzug habe ich im Layout so hoch angesetzt, damit er trotz Scheibenneigung aus der Perspektive des dahinterfahrenden Wagens gut sitzt.

05 September 2011

Ernie & Bert

Gerade war ich in einem Workshop des "Ideenverstärkers" und Designers Andreas Jacobs, den er in Hamburg veranstaltete.
Wir waren eine ungewöhnlich ausgewogene Gruppe (1/2 Männer - 1/2 Frauen, 1/2 Raucher - 1/2 Nichtraucher … OK, nur 1/3 waren Brillenträger oder Vegetarier und 1/1 waren in kreativen Berufen zuhause) und haben uns den ganzen Tag mit dem Prinzip der »Braingrids« beschäftigt.

»Braingrids« sind Denkformulare, die uns helfen Ideen zu sammeln, zu verbessern, zu verdichten, zu ordnen und umzusetzen. Was nützt uns eine Idee, wenn wir sie nicht umsetzen?
Wir haben in einem lichtdurchfluteten Raum im Werkheim Hamburg u.a. gelernt, wie die rechte Gehirnhälfte (Ernie) und die linke (Bert) arbeiten und wie wir uns das besser zunutze machen können. Der Workshop bestand aus vielen Anregungen und Übungen, die das Formular unterschiedlich nutzen. Bekannte Kreativtechniken werden kombiniert oder besser visualisiert, jedes »Braingrid« enthält dann am Ende ein Ergebnis oder eine konkrete To-Do-Liste oder die Frage aller Fragen (à la "wer, wie, was, wieso, weshalb, warum …?")

Die Zeit verging sehr schnell, wir haben je 25 Minuten gearbeitet, 5 Minuten Pause gemacht (Pomodoro Zeitmanagement) und viel gelacht und gelernt. Ungefähr 10 verschiedene Methoden die »Braingrids« zu benutzen wurden probiert, nicht jede Technik ist für jeden oder jedes Problem gleich gut geeignet. Ich glaube man kann das auch gut noch kombinieren und seinen eigenen Weg entwickeln. Die Möglichkeiten sind unendlich. Man teilt die Formulare in Felder, kann schreiben, zeichnen, hervorheben, abreißen, allein oder im Team arbeiten.
Gute Buch- und Webtipps haben den Tag abgerundet

Mit dem Block habe ich mich schon an die nächsten Entwürfe gemacht und werde »Braingrids« auch sicher für verschiedene Projekte nutzen um Klarheit zu gewinnen, Ideen zu finden und zu konkretisieren und Dinge anders zu beleuchten (Scamper oder Osborn).
Ich freue mich sehr, dass ich dabei war.

Wer Lust hat auch mal so einen Workshop zu besuchen, der hat in den nächsten Wochen an vielen Orten in Deutschland Gelegenheit dazu. Außerdem gibt es auch immer mal wieder knackige Impuls-Seminare zwischendurch (direkt fragen). Termine sind auf Andreas' Website zu finden.
Aber eigentlich will ich gar nicht, dass er soviel herumreist, denn dann dauert es mit dem geplanten Buch oder seinen anderen spannenden Ideen zu lange ;-)
Wie war das? Die beste Idee taugt nichts, wenn sie nicht umgesetzt wird ...

02 September 2011

Eiszeit in Hamburg

Gerade sind sie in den Druck gegangen: die Einladungen und Plakate zur kommenden Ausstellung des Archäologischen Museums (Helmsmuseum).
Eine sehr produktive Zusammenarbeit soll noch ein paar weitere Sachen hervorbringen, z.B. einen Flyer, Ausstellungstafeln oder die großen Leuchtkästen vor dem Haus.

Ab 30.9. ist die Ausstellung in Harburg dann eröffnet und wir können erfahren, wie es in der Gegend, in der heute Hamburg liegt, vor Jahrmillionen war, als es noch Mammuts gab. Es werden u.a. Skelette und lebensgroße Modelle der Tiere ausgestellt.
Im Museum gibt es auch viel für Kinder zu entdecken, die Dauerausstellung ist wirklich schön gestaltet.

29 August 2011

Kunsthandwerk am Wochenende

Freitag war ich mit einer Freundin auf der Messe "Kreativ Hamburg". Wir hatten uns das ein wenig anders vorgestellt und suchten u.a. vergeblich nach Zeichenutensilien, Buchbinden oder Papierschöpfen. Den Stand mit Tageslichtleuchten konnte ich auch nicht finden.
Man war hier vor allem richtig aufgehoben, wenn man sich für Handarbeiten (Stoffe, Perlen, Garne) oder Scrapbooking interessiert (nein, das erkläre ich nicht, ich will niemanden auf die Idee bringen das zu machen).

Sonnabend habe ich mein Büro (mal wieder) umgeräumt. Immer ein schöner Anlass um Bücherschätze zu sichten und auch die letzte Ecke zu putzen. Nun hat wieder alles seinen Platz und ich die Übersicht.

Sonntag waren wir zur Ausstellung der Arbeitsgruppe Kunsthandwerk Lüneburger Heide im Theater in Lüneburg. Das war wirklich schön. Ich wollte dort vor allem die Kalligrafin Birgit Nass kennenlernen, über die ich schon viel Gutes gehört und gelesen hatte. Ihre Arbeiten sind wirklich schön und das Gespräch mit ihr hat sich gelohnt.
Eine Zimmerfrau hat uns von ihrer 4-jährigen Waltz erzählt, eine Goldschmiedin von der Faszination des Feuerlaufens, ein Buchbinder hatte eine Wasserwaage für den Haussegen ...
Es gab noch viele andere anregende Sachen zu bestaunen (Keramik, Textil, Holz, Papier, Leder, Metall) und zusätzlich leckeren Kuchen im Café und eine Ausstellung zum Thema Verpackung aus künstlerischer/philosophischer Sicht. Empfehlenswert.

21 August 2011

Ausstellung Pentiment 2011

Am 13.8. fand die Abschluss-Ausstellung aller Kurse statt. Das Interesse an unseren Arbeiten war größer, als ich erwartet hatte – wir kamen mit vielen Menschen ins Gespräch. Die Luft war aber etwas raus, man merkte doch, daß die 3 Wochen sehr intensiv und anstrengend waren.
Richtig schöne Sachen sind in allen Disziplinen entstanden. Hier ist ein kleiner Ausschnitt zu sehen (auf das Bild klicken!).

19 August 2011

Buchtipp: Botanik für Künstler

Diesen Schatz habe ich zufällig in der Bücherei entdeckt. »Botanik für Künster« ist eine Mischung aus Einführung in die Botanik (Stephen Harris ist Kurator der Herbarien der Universität Oxford), künstlerischem Bildband (traumhafte Fotos von Sam Scott-Hunter) und Zeichenschule (Künstlerin und Dozentin Sarah Simblet gibt jede Menge praktische Übungen, Beispiele und Tipps in verschiedenen Techniken).
Das Buch kann man guten Gewissens jedem schenken, der am Zeichnen oder der Natur interessiert ist oder einfach nur schöne Bildbände liebt.

16 August 2011

Sommerakademie PENTIMENT - week three

Unsere letzte Woche startete mit Mini-Versalien. Wir haben so winzig geschrieben, daß ich das schon mit Brille machen musste. Zuerst mit superspitzem Bleistift und dann mit einer kleinen Feder. Kleine Typo braucht im Gegensatz zu großer sehr viel Zeilenabstand (Durchschuss) um lesbar zu sein. Erhöht man noch den Buchstabenabstand (Spationierung), wirkt es gleich viel eleganter. Wir haben dann Übungen gemacht in denen wir sehr große mit sehr kleiner Schrift kombiniert haben. Der Ruling Pen kam wieder zum Einsatz.

Montag Abend waren wir in der Hafencity in einem Restaurant mit super Elbblick an der Kehrwiederspitze. Besonders faszinierend war für uns die hässliche Kalligrafie, die sie verwenden. Essen und Service waren aber super.

Dienstag haben wir uns mit "Flourishing" beschäftigt, den Verzierungen meist am Satzanfang oder Ende. Meine Güte ist das schwierig! Damit kann man ein ganzes Blatt in Sekunden versauen. Aber Übung macht den Meister und man sollte es besser äußerst sparsam einsetzen.
Eine expressive Kursive wurde von einigen ausprobiert, sie wirkt wie eine lebendige, zackige Handschrift, wenn man sie beherrscht. Wir machen so viel, daß ich gar nicht dazu komme die Sachen ausreichend zu üben. Aber wir wollen ja auch möglichst viel von Peter Thornton lernen und können die Übungen später wiederholen.
Mittags waren wir bei der Kalligrafin Karin Bauer eingeladen – praktisch, da sie direkt um die Ecke der Schule lebt. An ihren Wänden hingen sehr schöne Arbeiten. Abends gab es eine Exkursion durch die Ateliers im Gängeviertel. Ich hatte leider keine Zeit, aber erfahren, daß das regelmäßig stattfindet.
Ich habe neben dem Kurs etwas mit der Pipette experimentiert, ein spannendes Schreibwerkzeug. Man muss die Farbe aber verdünnen, sonst dauert der Trocknungsprozess Tage.

Mittwoch habe ich der Bibliothek der FH einen Besuch abgestattet, allerdings hatte Betty sämtliche interessante Kalligrafie-Bücher vor mir ausgeliehen ;-) Man kann auch als Nichtstudent dort Bücher ausleihen (20 Euro/Jahr) und sie sind sehr gut mit allem aus dem Bereich Grafik, Design, Foto, Mode, Kunst etc ausgestattet.
Die Kalligrafin und Dozentin Anja Lüdtke hat heute bei uns mitgemischt. Die Atmosphäre im Kurs ist wirklich sehr angenehm.
Wir haben an sanften Farbharmonien und Adolf Bernd Buchstaben gearbeitet. Leider ist er relativ unbekannt, hat aber in der Kalligrafie-Szene viele Fans. Er war ein deutscher Gebrauchsgrafiker, der von 1909 bis 1994 gelebt hat und u.a. den Rattenfänger von Hameln illustriert hat und für viele Unternehmen tätig war. Seine genialen Buchstaben hat er in seinen letzten Lebensjahrzehnten entwickelt. Genial sind sie vor allem wegen der gebrochenen Farben, der sauberen Technik und den vielen kleinen überraschenden, bereichernden Details ("Adolf Bernd Moments", wie Peter sie nennt).
Peter hat abends eine Präsentation mit allerlei schönen Kalligrafie-Arbeiten und Musikuntermalung gehalten. Bei Celine Dion rollten sich meine Fußnägel auf, aber ich habe es überstanden.

Am Donnerstag hat uns die Enkelin von Adolf Bernd im Kurs besucht und wir konnten ihr Fragen zu seiner Arbeitsweise und den Bildern stellen. Sie brachte eins der Werke als Geschenk für Peter mit. Was für eine Überraschung!
Wir haben uns noch damit beschäftigt Grautöne aus unterschiedlichsten Ausgangsfarben zu mischen, was eine Erleuchtung für einige von uns war. Aquarellverläufe und das Erfassen von Farbtönen eines Naturobjekts waren schöne Übungen mit einem hohen Flow-Faktor.

Freitag haben wir Initialen gestaltet und auf einen Brief gesetzt, den wir gleich verschickt haben. Da wird sich jemand freuen ... Nachmittags haben wir den Raum für die Abschluss-Ausstellung vorbereitet und waren danach im Literaturhaus-Café an der Alster.

Fazit: Diese 3 Wochen sind wie im Flug vergangen. Ich werde mit der Kalligrafie in Workshops weitermachen und mich nächstes Jahr wieder beim Pentiment bewerben, falls es für mich interessante Kurse gibt.

06 August 2011

Sommerakademie PENTIMENT - week two

In der 2. Woche sind wir von den Majuskeln (Versalien) zu den Minuskeln (Gemeinen) gekommen. Wir haben sehr eng und sehr weit geschrieben, mit großen und kleinen Ober- und Unterlängen gespielt und passende Initialen erarbeitet. Themen waren: Harmonie/Kontrast/Konflikt, Layout und Design. Wir haben über Arbeiten mit Blattgold und Platin gesprochen, technische Hilfsmittel, merkwürdige Amerikaner und über Sushi. Verschiedene Federn kamen zum Einsatz: Bandzugfedern von 0,5 bis 5 mm, Speedball und der Ruling Pen (auch Cola-Feder) aus Dosenblech oder mittleren Druckplatten geschnitten und sehr expressiv einsetzbar. Als Tinte benutzen wir primär Walnussgranulat, aber auch Airbrushfarbe, Chinatinte, Ecoline und verdünnte Gouache. Rotwein-, Erdbeer- und Kaffee-Experimente waren nicht so erfolgreich.

Montag gab es ein schönes Dinner bei dem wir an langen Tischen mit Leuten aus allen Kursen gesessen und geredet haben. Mittwoch war dann schon das "Bergfest". Da sind wir nachmittags in andere Kurse gegangen und ich hab mir vor allem die Siebdrucker, Illustratoren und die super ausgestattete Druckwerkstatt angesehen. Die neuen Räume in der Finkenau sind sehr schön. Zuletzt war ich dort zu meiner Geburt, da es früher eine Klinik war. Ich habe aber nichts wiedererkannt ;-)

Es gab einen Papierverkauf zu fairen Preisen von Liporello mit wunderschönen Blöcken, Heften und Leporellos. Man kann dort auch online bestellen.
Unsere Gruppe versteht sich gut und einige sind richtig geschickt und kreativ. Interessante Biografien, Offenheit und Interesse am Austausch machen den Unterricht noch runder. Es wird viel gelacht.
Am Ende der Woche hab ich wieder ein kleines Buch aus den Arbeiten gemacht und im Kurs entstanden 3 Faltbücher mit Übungen.
Das Fazit von Woche 2: ein geschulterer Blick für Typografie, neue Anregungen und überraschenderweise immer ein Parkplatz vor der Tür.

30 Juli 2011

Sommerakademie PENTIMENT - week one

3 Wochen lang beschäftige ich mich im Rahmen des 23. PENTIMENTs mit Kalligrafie. Warum? Weil ich mehr über Schriftentwicklung wissen möchte und gelungene Handschrift auch gern für Logos, Jazz- oder Klassikplakate, Cover etc. benutzen können möchte.

In Alsternähe liegt die »Fachhochschule für Gestaltung«, in der die Kurse stattfinden.
Mein Lehrer ist der britische Künstler Peter Thornton – ein sehr humorvoller, interessanter Mensch, der uns Wissen vermittelt und anregt. Wir haben von morgens bis nachmittags Unterricht und lernen nicht nur "Schönschreiben" und Theorie zu Schriften, Schriftentwicklung und Typografen, sondern auch Englisch, Philosophie, ein wenig über Beethoven, Politik, Whisky und Gemüseanbau. Je nach Lust und Laune. Wir handhaben den Zeitplan flexibel, denn wir haben schnell gemerkt, daß unsere Konzentration einfach nicht über den ganzen Tag konstant ist. Die Klasse ist klein, wir sind nur acht Lernbegierige, und haben dadurch die Möglichkeit sehr individuell betreut zu werden. Das ist genial, da das Niveau unterschiedlich ist. Einige beschäftigen sich schon lange mit Kalligrafie, andere haben noch nie eine Feder in der Hand gehabt. Ich bin in der gesunden Mitte und sauge alles auf, was sich bietet.

Schriften sind sooo faszinierend und es macht viel Spaß ohne Zeitdruck mit Tusche, Farben, Bleistift und verschiedenen Federn zu experimentieren. In der ersten Woche haben wir nach nützlichen Aufwärmübungen einige Versal-Alphabete gelernt – von Roman Capitals bis zur Neuland und Lithos. Ein Hauptthema sind die 7 Basis-Kontraste: Größe, Form, Gewicht, Farbe, Bewegung/Richtung, Struktur, Textur.
Sehr nützlich finde ich es auch die mikrotypografischen Begriffe in Englisch zu lernen und Peter beim Schreiben zuzusehen und dadurch die kleinen Tricks und Kniffe zu erkennen, die er sich in 30 Jahren erarbeitet hat. Am Ende der Woche haben wir aus unseren Übungen ein kleines Buch mit einer einfachen japanischen Bindung gebunden. Wenn ich jetzt morgens aufwache, denke ich an Schrift und möchte gleich loslegen mit neuen Projekten.

Es gibt neben den Kursen ein umfangreiches Begleitprogramm aus Filmen, Vorträgen und Konzerten, was ich leider kaum nutze, weil ich abends noch im Büro arbeite, da sich Termine meiner Kunden ungünstig verschoben haben und ich sie natürlich nicht hängenlasse bzw. in laufenden Projekten abspringe.
Das Fazit von Woche 1: viel Spaß & Inspiration, viel Kaffee & Franzbrötchen, wenig Schlaf.

22 Juli 2011

Information für Lehrer

Für das Planetarium Hamburg habe ich die aktuelle 8-seitige Schulinformation gestaltet. Es war ein Hauruck-Projekt mit vielen Korrekturen und ich denke das Endergebnis ist sehr stimmig geworden. Gedruckt wurde auf 100% Recyclingpapier, was gut zu der Zeitungsästhetik passt.

15 Juli 2011

Ausschussware

Diese Plakatentwürfe sind zwar schon in einem frühen Entscheidungsstadium rausgefallen, aber ich finde daß sie es wert sind hier gezeigt zu werden. Ich hatte viele Ideen und arbeite jetzt an den anderen weiter.

11 Juli 2011

Wir tanzen Twist mit Connnie Francis!

Auf dem Dachboden einer alten Villa in Schleswig-Holstein habe ich traumhaft gestaltete Wandschrägen entdeckt. Teenager haben sich dort in den 60er Jahren ausgelebt. Was wohl aus ihnen geworden ist? Bestimmt Grafikdesigner ;-)

30 Juni 2011

Webdesign Business Visum


Für meinen liebsten Berliner Kunden, habe ich passend zum neuen Corporate Design auch die Website überarbeitet. Gestern wurde das Projekt an die IT-Abteilung zur Programmierung übergeben. Ich bin auf das funktionierende Endergebnis sehr gespannt.

17 Juni 2011

Flughafen-Plakat

Dieses Plakatmotiv hängt für drei Monate in einem Leuchtkasten im Ankunftsbereich des Airport Hamburg. Es ist mit 3,30m Länge kaum zu übersehen. Wenn Ihr aus dem Urlaub zurückkommt und Euer Gepäck im Terminal 1 vom Band holt, dann schaut Richtung Ausgang.

Bei der Bildbearbeitung habe ich sehr darauf geachtet, daß es keine unterschiedlichen Schwarztöne oder "Stempelfehler" gibt, denn wenn ein Motiv auf Folie gedruckt und von hinten beleuchtet wird, dann fällt so etwas viel mehr auf, als bei einem auf Papier gedruckten Motiv mit Tonwertzuwachs. Hier passiert im Grunde das Gegenteil, es wird heller und Fehler/Übergänge leicht sichtbar. Die Collage besteht aus 3 Fotos: Sternenhimmel, freigestelltes Planetarium, Rakete.

01 Juni 2011

Lu Jong Flyer 2

Für eine Kundin aus Blankenese, habe ich einen vierseitigen Flyer plus Einleger gestaltet. Damit wird ihr Lu Jong-Kursangebot beworben. Aus einem der Winterfoto hab ich ein Sommerfoto gemacht, Freunde haben noch ein Bild von ihrer Nepal-Reise beigesteuert und die Portraits stammen von einem Xing-Kontakt. Teamwork.

17 Mai 2011

Monotypie

Am Wochenende habe ich in einem Workshop bei der Berliner Künstlerin und Dozentin Katja Bröskamp die Monotypie kennengelernt. Diese Drucktechnik wurde im 17. Jahrhundert entwickelt und macht unendlich viel Spaß.
Die Möglichkeiten mit Farbe, Glasplatte und Walzen zu experimentieren sind grenzenlos und die Ergebnisse immer überraschend. Mit der Zeit kann man das sicher besser steuern, aber beim ersten Mal war es einfach nur schön den Zufall einzuladen und es fließen zu lassen.
Mit dieser Technik werde ich sicher weiter experimentieren und dann hier verkünden, wenn im ersten Konzertplakat eine Monotypie zum Einsatz kommt.
Danke Katja, für diese neue Inspirationsquelle. *

*Wie kann eine Technik gleichzeitig eine Inspirationsquelle sein? Indem sie mein kreatives Spektrum erweitert und neue Möglichkeiten schafft, fließen auch wieder neue Ideen. Spannend ...

12 Mai 2011

Mal was ganz anderes ...

Seit Anfang des Jahres habe ich einen wunderbaren neuen Kunden in Berlin. Das war mal wieder eine Empfehlung, die im weitesten Sinne über XING kam (Unternimm!).
Der Schwerpunkt meiner Arbeit liegt ja im Kulturbereich und da soll er auch bleiben. Es ist ein herrlich abwechslungsreiches Feld, in dem ich inspiriert und happy bin.
Wenn mir allerdings der Kunde und sein Produkt bzw. seine Dienstleistung sympathisch sind und der vereinbarte Preis stimmt, dann gestalte ich auch gern mal etwas in einem anderen Bereich. Wie hier zum Beispiel für einen Visaservice für Geschäftsreisende.
An Arbeiten fielen dabei bisher an:
• Flyer
• Einleger
• Anzeige
• diverse Schilder
• Roll-up
• Notizblöcke
• Signets
• Messestand inkl. der Möbelentwürfe
Und aktuell arbeiten wir am Relaunch der Website.

01 Mai 2011

Dat war nix

Am letzten Öffnungstag habe ich mir noch eine Ausstellung zweier Künstler in einer Hamburger Galerie angesehen – und ich kann sagen: Ihr habt nichts verpasst, wenn Ihr nicht da wart. Die Papierobjekte hatten mich der Beschreibung nach gereizt und ich war ziemlich enttäuscht als ich die unspektakulär benannt und ausgeführten Arbeiten sah. Daraus hätte man wesentlich mehr und bedeutsameres machen können, indem man eine Geschichte erzählt, spannende Assoziationen ermöglicht, Kontraste zufügt etc.

In Kanada habe ich mir mal ein Buch gekauft (Fairy-ality), worin Arbeiten dieser Art sind, die mich umgehauen haben. Elfenkleider aus Blüten, Federn und allerlei anderen Naturmaterialien. Damals eine neue Idee und unheimlich filigran und fantasievoll im Rahmen einer alternativen Realität ausgeführt.
Die Bilder, die dazu an den Wänden hingen, fand ich schwach. Da hat jemand allerlei Effektpasten gleichmäßig aufgetragen und es glitzerte und funkelte nur so. Toll.
Die Preise der Bilder und Papierobjekte erschienen mir zu hoch. Es wurde anscheinend sehr wenig verkauft, was mich nicht erstaunt.

29 April 2011

Gabby Young Plakat

Und wieder hatte ich die schöne Aufgabe ein Plakat für eine spannende junge Künstlerin zu gestalten. Gabby Young ist eine britische Sängerin und ein "Fashion Victim" im positiven Sinne. Von den verschiedensten Stylisten bearbeitet, schlüpft sie in immer neue phantasievolle Looks. Hier sind 3 Plakatentwürfe für Einzelkonzerte in Deutschland.
Die Schriften heißen Night Sky, Jokerman und Party.

21 April 2011

Esperanza Spalding Plakat

Ein junges Jazztalent am Bass. Dazu ein einziges Foto und die Aufgabe ein Tourplakat zu gestalten. Natürlich habe ich mich erstmal informiert, was Esperanza Spalding genau macht um Bilder in meinem Kopf zu entwickeln, zu wissen welche Schriften und Farben gut zu dem Thema passen.
Die Musik hat etwas Spontanes, Rauhes, Bewegliches, Sanftes und Kraftvolles zugleich. Aus dem Grund habe ich das Foto teilweise mit einem groben Raster bearbeitet, den ich dann Stück für Stück aufgelöst habe.
Das Foto wird dafür im Bildbearbeitungsprogramm auf optimale Endgröße gebracht (A1, 150 dpi), dupliziert, das Duplikat mit einem Rasterfilter in grober Einstellung bearbeitet, mit einer zusätzlichen Farbebene Schlammgrau getönt, Farbebene und Rasterebene vereint. Unten liegt immer noch das Originalfoto, darüber die Rasterebene. Nun lösche ich im Raster die Bereiche, die überhaupt kein Raster bekommen sollen (Weiche Auswahlkante!), da sie optisch in den Hintergrund treten (schwarzer Fond, Instrumente im Hintergrund), dann entferne ich mit einem zerfransten großen Radiergummi auf 50% eingestellt die Teile, die noch vom Wesentlichen ablenken Schritt für Schritt, so daß Hauptsächlich das Gesicht, die Hände und die Saiten des Basses betont sind. Zum Schluß nehme ich aus dem Gesicht und von den Armen mit einem kleineren Radiergummi auf 80% Raster weg, denn auf Haut kann es auch wie eine merkwürdige Krankheit aussehen und ich will die Frau ja nicht entstellen. Vom Raster bleibt dann wenig übrig, aber das ist genau der dynamische, rauhe Effekt, den ich erreichen wollte.
Rasterebene und Bildebene werden vereint und unter neuem Namen gespeichert.
Zur Sicherheit behalte ich immer ein Photoshop-Dokument mit allen Ebenen, also auch Kopien von den Hilfsebenen, die später aufgelöst wurden, damit ich ggf. an bestimmten Stellen nachbearbeiten kann. Die Alternative wäre alles noch einmal zu machen, was Zeitverschwendung wäre und es würde auch nie gleich aussehen.

14 April 2011

Fado und viel mehr

Mísia ist wieder auf Tour in Deutschland. Die "Dame der Nacht" (Tourtitel) hat einen interessanten Schatten und ein interessantes Programm. Ich zitiere von der Veranstalter-Website: »... Das Konzept dieses Projektes sind die Musik des traditionellen Fados mit Texten, die ausschließlich von Frauen geschrieben wurden – Lyrikerinnen, Schriftstellerinnen (Augustina Bessa Luis, Helia Correia, Lidia Jorge etc), Sängerinnen und „Fadistas“, wie im Falle von Amália Rodrigues, Amélia Muge oder Mísia selber. ...«
Hier sind zwei meiner Plakatentwürfe zu sehen.