30 Dezember 2013

X-Mas Ticket

Als Feiertagsgruß des Planetarium Hamburg hab ich 2013 ein Ticket mit Tannenbaum-Barcode gestaltet.

26 November 2013

Laufrichtung – was ist das?

Maschinell produziertes Papier hat eine Laufrichtung – handgeschöpftes dagegen nicht.

Die Laufrichtung entsteht im Produktionsprozess bei dem die nasse Papierpulpe auf Bändern mit Sieben läuft. Dabei richten sich die Fasern automatisch parallel zur Laufrichtung aus.
Beim Papierschöpfen hingegen rüttelt man das Sieb in alle Richtungen, so dass sich die Fasern kreuz und quer ausrichten.

Eine große Bedeutung hat die Laufrichtung beim Falzen oder Nuten. Wird versehentlich quer zur Laufrichtung gefalzt, bricht das Papier unschön auf, die Druckfarbe kann dort abplatzen. Das Falzen längs, also parallel zur Laufrichtung ist dagegen richtig.
Leider halten sich nicht einmal professionelle Druckereien immer daran: um Papier zu sparen und möglichst günstig zu produzieren liegen die Nutzen so wie es besser passt auf dem Druckbogen. Wenn Ihr also mal etwas von der Druckerei bekommt, was am Bruch sichtbar bricht, dann ist das ein Grund zur Reklamation.
Manchmal sieht man falsch-gebundene Taschenbücher, das ist mir früher vor allem bei Englischen Paperbacks aufgefallen. Sie lassen sich schlecht öffnen, sehen unschön und wellig aus.

Die Laufrichtung ist auch wichtig wenn es um Ausdehnung und Feuchtigkeit geht. Ein Buchbinder arbeitet (nicht nur wegen des oben beschriebenen Problems beim Falzen) immer mit Papier in der gleichen Laufrichtung. Denn beim Kleben dehnt sich Papier parallel zur Laufrichtung ganz anders aus als quer zur Laufrichtung und alles würde wellig werden und nicht mehr zusammenpassen.
Das spielt natürlich auch beim Tapezieren eine Rolle (schönes Bild ;-) Aber man sollte davon ausgehen, dass Tapetenhersteller sich an die Laufrichtung halten.

Wir kann man die Laufrichtung feststellen?

Sehen kann man sie an der Struktur nur bei Vorsatzpapier wenn man es gegen das Licht hält (Linien werden sichtbar).
Bei allen anderen Papieren kann man es spüren. Man nimmt ein quadratisches Stück Papier (5x5 cm reicht schon) und biegt/rollt es leicht zusammen. Da wo es leichter geht – das Papier also biegsamer und weniger sperrig reagiert – ist die Laufrichtung. Sie läuft parallel zum gerollten Papier. Der Test funktioniert bei dünnem und dickem Papier.
Wenn man sich noch nicht sicher ist, dann kann man das quadratische Test-Papier anfeuchten. Es wird sich leicht aufrollen und die Rolle zeigt uns auch hier die Laufrichtung an.
Den Reißtest kennen vermutlich die meisten: reißt man mal einen Artikel aus der Zeitung bemerkt man, dass das Papier in einer Richtung ziemlich gerade reißt (mit der Laufrichtung) und in der anderen zackig (quer zur Laufrichtung).
Bei handgeschöpften Papieren ist die Sache ja klar: es hat keine Laufrichtung, wie schon oben beschrieben.

Wer mehr wissen möchte, hier sind ein paar informative Links:
PapierUnion
Papier & mehr
Papyrus

30 Oktober 2013

10 Jahre neues Planetarium Hamburg

2003 wurde das Planetarium Hamburg nach einjähriger Umbauzeit wiedereröffnet. Nicht nur das Haus und die Technik wurden dabei auf den neuesten Stand gebracht, auch das Design ging in eine neue Umlaufbahn.

Für die Jubiläumswoche hab ich die 40 Titel der Programmhefte von 2003 bis 2013 benutzt um daraus Banner, Plakate und Anzeigen zu gestalten. Von 40 Hefttiteln hab ich immerhin 29 gestaltet, da ich jetzt schon seit 2006 freiberuflich für das "Haus der 1000 Sterne" arbeite.


22 Oktober 2013

Horizonte – oder: Drucken ist gar nicht so scheiße

Wenn der Blogartikel ein Bob Dylan-Song á la "Subterranean Homesick Blues" wäre, dann ginge er in etwa so:
"Monotypie … Frottage … Stempeldruck … Radierung … Schnitzen … Schwitzen … Holzschnitt … Pressen … Kleben … Montage … Kaschieren … Schneiden … Ritzen … Klecksen … Kurbeln … Moosgummi … Walzen … Kleister … Prägen … Schreiben … Binden … keine Pause kennen …"



Das Oberthema des Workshops war "Horizont - Linie" und er fand in Lauenburg in der DJH Zündholzfabrik mit wunderbarem Elbblick statt. 16 Teilnehmer von Flensburg bis Dortmund, 16 Level, 16 Temperamente, 16 Stile.
Ziel war es mit verschiedenen Drucktechniken zu experimentieren, sie mit Kalligrafien zu ergänzen und daraus ein Buch zu gestalten. Jeder hat in seinem Tempo und nur mit den Techniken gearbeitet, die ihm gefielen. Es war viel zuviel Input um alles ausgiebig zu nutzen, aber eine ganze Menge floss wunderbar zusammen.

Es ist unglaublich, wieviele Techniken und Ideen die beiden Kreativwunder Birgit Nass und Marí Emily Bohley zusammen in einen 4-tägigen Workshop quetschen können ohne die Teilnehmer zu überfordern. Am Ende sah man mal wieder nur zufriedene oder beseelte Gesichter. Alle sind inspiriert mit den neuen Kennnissen weiterzuarbeiten und haben die Taschen und Mappen voll mit wunderschönen Blättern und Büchern und den Kopf gefüllt mit Ideen. Diese Energie ist unbezahlbar.

Meine Erkenntnis: Drucken ist gar nicht so scheiße, wie ich dachte. So bin ich lange an der Tiefdruckpresse hängen geblieben und habe filigrane Drucke mit Federn und Pflanzenteilen gedruckt und geprägt. Besonders spannend ist der Moment in dem man den Druckfilz anhebt um das Ergebnis zu bestaunen. Und kein Druck gleicht dem anderen! Ich brauche dringend eine Tiefdruckpresse in meiner Werkstatt um weiter zu drucken.

Anzahl der Kursteilnehmer mit Hühnern: 3

14 Oktober 2013

Workshop Buchbinden & Buntpapiere

3 Tage Buchbinden und ich hätte noch ewig weitermachen können ...
Mit Batikwachs und Farben haben wir in Aussparungstechnik Vorsatzpapiere bearbeitet. Die schönsten wurden dann für den Einband unserer Bücher gebügelt, kaschiert, gepresst, getrocknet.
Wir haben Buchblöcke aus Vorsatzpapier mit Fadenheftung verbunden, was für mich ganz neu war und viel besser geklappt hat als erwartet.
Buchkünstlerin Marí Emily Bohley aus Dresden hat eine wunderbar gelassene Art die Buchbindetechniken zu erklären und die möglichen Fehlerquellen so zu demonstrieren, dass man sie von vornherein vermeidet. Ich mag ihren Humor, ihr Farbgefühl und die konzentrierte Ruhe, die bei der Arbeit mit ihr entsteht und uns Kursteilnehmer in Flow versetzt.

Anzahl der Kursteilnehmer mit Hühnern: 2




26 September 2013

Kuscheltiere auf Leinwand

Ihr könnt Euch Euer Lieblingskuscheltier von mir auf Leinwand drucken lassen. Schöne Idee, oder? Detailinfos und größere Fotos gibt es hier auf www.seagullswing.de. Gerne weitersagen!


20 September 2013

InDesign Usergroup #IDUGHH

Cool! Ich hab was gewonnen: eine DVD mit einem InDesign-Training.
Die Indesign Usergroup Hamburg trifft sich regelmäßig und es gibt viele gute Tipps und Tricks und fachlichen Austausch. Das Thema war diesmal "E-Books mit InDesign". Und der krönende Abschluss ist immer eine Tombola mit nützlichen Gewinnen.
Danke an das unermüdliche Orgateam, die Vortragenden und die edlen Spender.
Auf Twitter und Facebook

13 September 2013

Buchdesign »Zwei Minuten für die Sprache«

Das Cover und Grundlayout dieses nützlichen Buchs von Lektorin und "Sprachpingel" Juliane Topka habe ich wirklich gern gestaltet. Denn dabei habe ich wieder viel gelernt. Ihren Newsletter hab ich ja schon lange abonniert, aber das eine oder andere nochmal nachzulesen hat mir ganz sicher nicht geschadet ;-) Außerdem ist die Zusammenarbeit mit einem Profi wie ihr ja immer ein Vergnügen.

Über "Zwei Minuten für die Sprache" und zum Newsletter.
Den @sprachpingel findet man auch auf Twitter oder Xing.

16 August 2013

Im Nachtflug durch die Galaxis

"Ganz nah dran an fernen Sternen" ist man in dieser schönen neuen Planetariums-Show. Einladungen, Plakate, Banner und Anzeigen habe ich mit NASA-Bildern gestaltet.

07 August 2013

Küstenstreifen-Logo

Für das Projekt "Küstenstreifen" von Susanne Strecker habe ich die Bildwortmarke gezeichnet, gestaltet und positiv, negativ, farbig und schwarzweiß vektorisiert. Es gab viele Entwürfe und viele Ideen. Ich zeige hier den finalen Entwurf und meine Schrift- und Farbvorschläge.

Und hier geht's zur Website des Projekts.

26 Juli 2013

Wasserkunst

Wenige Hamburger kennen das "Wasserkunst" Museum und Industriedenkmal auf der Kaltehofe-Elbinsel, dabei ist es wirklich sehenswert. Die Außenanlage mit den Filterbecken, Backsteinhäuschen und Biotopen kann auch ohne dass man Museumseintritt bezahlt besichtigt werden und man kann im Café gut Kleinigkeiten essen und die Anlage einfach auf sich wirken lassen.

Das Museum erklärt mit vielen Fotos, Texten und Exponaten die Geschichte der Wasserversorgung und Hygiene in Hamburg. Außerdem gibt es noch eine Sonderausstellung zur Brunnenkunst, die besonders interessant ist, da einige der Brunnen noch existieren aber einige im Krieg zerstört wurden – von denen sind aber noch Fotos vorhanden.
Also Hamburger und Besucher: macht Euch auf nach Kaltehofe!

15 Juli 2013

Bauzaun-Banner

Am, im und auf dem Planetarium wird eifrig gebaut und renoviert. Dadurch entstehen neue Flächen für Werbung, die gleichzeitig signalisieren soll, dass der Veranstaltungsbetrieb unbehindert weiterläuft.
Großbanner erfordern eine hohe Bildauflösung, die ja nicht immer vorliegt. Zum Glück habe ich das Programm "PhotoZoom Pro", was mir schon oft gute Dienste geleistet hat.



03 Juli 2013

Relax

Jaaaa, eine Katze müsste man sein ... aber auch als Mensch immer dran denken: Pausen machen! Ich bin da wirklich kein gutes Beispiel und vernachlässige das oft sehr. Aber ich möchte mich bessern ;-)

20 Juni 2013

Netzwerken in Heidelberg


Ende Mai fand die 7. WEC Business Convention statt – diesmal waren wir in Heidelberg zu Gast. Der Woman Entrepreneur Club ist ein Netzwerk selbstständiger Frauen, die primär in den DACH-Ländern aktiv sind. Auf der Convention haben wir uns in Workshops mit den Themen Online-PR, Corporate Social Responsibility (CSR), Aufstellungen, Recht, Work-Life-Balance, Sport, Projektmanagement, Englisch, Website-Optimierung (primär SEO), Kreativitätstechniken und Zeichnen beschäftigt und voneinander gelernt. Alle Themen wurden von WEC-Mitgliedern bestritten und wie immer wurde drumherum in den 2,5 Tagen ausgiebig genetzwerkt. Unser Jahrestreffen ist unser Highlight, da wir uns zum Online-Netzwerken auf Xing dann auch live austauschen können. 2014 treffen wir uns in Frankfurt. Der WEC wird von Gina Höhm, Jule Topka und mir zusammen moderiert und eine Mitgliedschaft kostet nichts – es können alle selbstständigen Frauen mitmachen, die auf XING sind.

09 Juni 2013

Freie blaufischige Arbeit

Es mag am Elb-Hochwasser liegen, dass mir jetzt ein Fisch ins Kreativ-Netz ging. Mit Acryl, Airbrushfarbe und Gesso hab ich ihn auf der Leinwand verewigt.

30 Mai 2013

Artwork für »Queen Heaven«

Für die Show "Queen Heaven", die jetzt im Planetarium Hamburg gezeigt wird, habe ich Flyer, Plakate & Co. gestaltet. Die Show ist gut gemacht und die Musik ja sowieso :-)

22 Mai 2013

Ausstellung: Paul Klee. Engel

Noch eine schöne Ausstellung ist gerade in der Kunsthalle zu sehen. Neben vielen Engelsbildern von Paul Klee gibt es dort mehrere Räume in denen Bilder hängen, die von Kindern  gezeichnet wurden, nachdem sie sich Klees Engel angesehen haben, Spannend wie vielfältig sie sind.

06 Mai 2013

Oscar Troplowitz

Der frühere Inhaber der Firma Beiersdorf, Troplowitz war nicht nur Apotheker und Geschäftsmann, er war auch ein großer Kunstsammler und Mäzen. In der Hamburger Kunsthalle gab es eine beeindruckende Ausstellung mit Werken aus seiner Sammlung. Zufällig hab ich wenig später seine Grabstätte auf dem Friedhof Ohlsdorf entdeckt.


03 Mai 2013

Kalligrafie-Leporello

Im letzten Semester habe ich im Kalligrafiekurs von Birgit Nass ein querformatiges Leporellobuch gestaltet. Innen ist es vor allem grün beschrieben und voller Überraschungen: Prägung, Pop-up, Ausgeschnittenes und Aufgeklapptes. Ich habe die Bögen mit der Hand zusammengenäht, aber immer an anderen Stellen, so daß die heraushängenden Nahtenden Fransen bilden. Es ist ein Übungsbuch für die Capitalis Rustica, man kann immer mal wieder hineinschreiben, wenn einem danach ist. Mit jeder Überarbeitung entsteht etwas Neues. Ein wandelbares wunderbares Buch. Und zudem hat es noch ein schön knisterndes Geräusch, wenn man darin blättert.



30 April 2013

B A R C E L O N A






















Ich liebe diese Stadt! Am liebsten würde ich jedes Jahr hinfahren und mich durch die Straßen, Parks und Gassen treiben lassen. Kultur und Kulinarisches genießen.

Was habe ich diesmal Außergewöhnliches und Neues entdeckt? Es hat fast ununterbrochen geregnet. Das kannte ich noch nicht.
¡Ay Caramba! Und trotzdem war es wieder maravilloso!


21 April 2013

@createandrotate: Halbzeit

Unser Rotation Curation Projekt hat jetzt Gipfelfest. 26 Wochen haben 26 Künstler aus der ganzen Welt über Twitter ihren Kreativ-Alltag mit uns geteilt. Nach 52 Wochen wird das Projekt dann beendet. Die Interviews der Künstler kann man auf der Website lesen und wer will kann ihnen gern folgen.
Wir waren schon in Istanbul, New York, Stockholm, Oslo, Toronto, Mumbai, auf Teneriffa, in Kanada, der Tschechischen Republik, Basel, Großbritannien, den USA, Portugal, Melbourne, Kapstadt und in diversen deutschen Städten. Wir wollen es schaffen in dem Jahr Künstler und Designer auf allen Kontinenten zu besuchen: »52 weeks – 52 artists«

03 April 2013

Keramik: Design und Handarbeit

Neben der Arbeit am Computer und am Zeichentisch, arbeite ich auch gern mit den Händen.
Dabei entsteht dann meine »Elbkeramik«, die ich zum Teil auch verkaufe: Seagullswing.de

30 März 2013

Tintin

So holt man sich ein paar gute alte Freunde ins Haus: einfach die Lieblingscomicfiguren in Lebensgröße an die Wand pinseln*.
Mit Tim & Struppi bin ich aufgewachsen, die gehören also zur Familie. Haddock und die Schultzes sind in Planung.
Am Anfang erschreckt man sich wenn man um die Ecke kommt und da so eine große Figur steht.

* Das darf man natürlich nur für sich privat machen, da immer Rechte zu beachten sind.

11 März 2013

Himmel (Farben)

Manchmal wirkt der Himmel wie ein Bild. Die Natur darf mit ihren Farben machen was sie will. In Designanwendungen würde so etwas sehr leicht kitschig oder merkwürdig aussehen. Mehr zu Farben, besonderem Licht und Farbwahrnehmung gibt es in diesem schönen Hörbuch: Die Entdeckung der Farbe
Das Bild zeigt die Unterelbe im – zu langen – Winter.

05 März 2013

Giacometti

Hamburg im Giacometti-Fieber. In der Kunsthalle und im Bucerius Kunstforum gibt es gleich zwei Ausstellungen über Giacomettis Arbeiten, die sich gut ergänzen. Eine Ausstellung setzt sich mit seinem Leben und den Hauptfiguren seiner Arbeit auseinander: dem gehenden Mann und der stehenden Frau (sic). Im Fokus der anderen stehen vor allem seine Portraits.
Ich hatte in Kanada und italien in Ausstellungen schon größere Originale gesehen, aber die ganz winzigen Bronzen haben mich überrascht: stecknadelgroße Figürchen auf winzigen Sockeln und trotzdem sind sie voller Ausdruck. Was diese Ausstellungen ausmacht sind auch die vielen Dokumente, die Schwarzweiß-Fotografien und Filmdokumentationen. Zu sehen wie ein Künstler, dessen Werke man gerade als Originale vor sich hat, mit seinen Händen arbeitet, hat mich immer besonders fasziniert und inspiriert. Vor allem wenn das Werk abgeschlossen ist und es seine Hände nicht mehr gibt.

21 Februar 2013

Schellack

Schellack kann man hören. Ich habe eine kleine Sammlung alter Hits und Klassiker und sogar noch einen Plattenspieler mit 78 Umdrehungen. Aber hier geht es um etwas anderes.

Wenn man Tinte, die einen Schellack-Anteil enthält mit wasserlöslicher Farbe mischt, dann entstehen diese wunderschönen Verästelungen. Probiert mal aus: Aquarellpapier ganz nass machen, Tusche (z.B. Ecoline) mit dem Pinsel auftragen und dann schnell mit Schellacktinte (z.B. Sennelier) ein paar Kleckse oder Pinselstriche in das noch feuchte Papier laufen lassen. Es entstehen spannende Unikate, die man für alles Mögliche verwenden kann, wenn sie trocken sind.

15 Februar 2013

Places

Ein neuer Co-Working-Space in Hamburg. Sehr speziell eingerichtet: Es wurde sehr auf das Design geachtet, aber ob das hier auch immer gut mit Funktion harmoniert weiß ich nicht. Interessant.

29 Januar 2013

Kalligrafie-Box

Ein weiteres schönes Projekt aus einem Kalligrafie-Workshops von Birgit Nass. Das Thema war "Vergnügungen" und wir durften diesmal selbst texten. Auf verschiedene Streifen von Ingrespapieren wurde mit der "Capitalis Rustica" geschrieben und die fertigen Streifen wurden dann zu Leporellos gefaltet. Sie wurden dann in eine aus Graupappe gebaute Box, die auch noch schön gestaltet wurde eingebaut. Wenn man den Deckel hebt, dann fallen die Seitenteile des Unterteils in alle 4 Richtungen und die Leporellos entfalten sich wie eine Blüte. Ein schönes Werk und ganz schön viel Arbeit.

19 Januar 2013

Ich drucke, also bin ich

Endlich habe ich es mal zur »Norddeutschen Handpressenmesse« ins Museum der Arbeit geschafft. Künstler, Drucker und Buchbinder aus der ganzen Welt versammelt auf einer kleinen feinen, sehr persönlichen Messe. Man kommt gut ins Gespräch und aus dem Staunen nicht mehr heraus. Spannend zu sehen, was mit Papier und Schrift alles möglich ist. Natürlich hab ich auch ein paar Sachen erstanden: Papiere und 2 Bücher über handgemachte Kleinauflagen in Spanien. Vor allem hab ich mich mit einer italienischen Künstlerin und Verlegerin, Elisa Pellacani, die in meiner Lieblingsstadt Barcelona lebt, unterhalten. Dort findet im April eine Messe statt, vielleicht guck ich mir das mal an. Und ich bin wieder auf den Geschmack gekommen Papier zu schöpfen, das hab ich lange nicht gemacht. Ein anregendes Video vom Festival in Barcelona.

09 Januar 2013

Ausstellung: Matta. Fiktionen

Ich kannte den chilenischen Künstler Roberto Matta vorher nicht und fand die Abbildungen in der Einladung des Bucerius Kunstforums auch gar nicht so spannend. Aber zum Glück siegte dann doch die Neugierde, denn "live und in Farbe" haben sie mich dann doch beeindruckt. Matta (1911-2002) hatte Kontakt zu den Surrealisten, aber arbeitete selbst eher expressionistisch. Es ist schwer zu beschreiben, aber durch die Größe der und Mattas speziellen Stil voller Symbole und Zeitkritik haben seine Bilder eine sehr berührende Wirkung. Sie sind kraftvoll und filigran, düster und bunt, obszön und schüchtern. Vor allem aber sind sie sehr visionär und modern. Ich hoffe viele von Euch hatten die Gelegenheit sie zu sehen.