26 November 2014

Auf Reisen

 

Im Oktober war ich im Osten Kanadas unterwegs. Ich habe dort meine Freunde Jeff und Steve besucht – einen Innenarchitekten und einen Illustrator – wunderbar kreative und inspirierende Menschen. Wenn wir uns sehen ist es Party-Pur.


In meinem Reisetagebuch sind viele Collagen und Skizzen entstanden. Kalligrafie, Fundstücke und Zeichnung fließen ineinander. Etwas Urban Sketching, etwas Resümee. Nicht lange nachdenken, keine Zensur, einfach spontan loslegen. So ist daraus eine richtig schöne Erinnerung an den Indian Summer 2014 geworden.


21 November 2014

Plattdeutsche Weihnachtskarten

 
Eigentlich komisch, dass ich als Hamborger Deern noch nicht früher darauf gekommen bin ...

Aber jetzt ist es soweit: meine Weihnachtskarten mit plattdeutscher Kalligrafie gibt es ab sofort im Shop von www.seagullswing.de. Daneben hab ich auch noch ein paar andere Motive.
»Kiek mol wedder in!« :-)

19 November 2014

Praktisches Mitbringsel

 
Auch im Urlaub ist kein Zeichenbedarfsladen vor mir sicher. Nach Farben, Papier und Werkzeugen zu stöbern, die ich noch nicht kenne ist ein Fest für mich.
Ich hab dabei u. a. mein Fiskars-Fingermesser entdeckt, was ich empfehlen möchte – damit ist das Schneiden von feinen Sachen viel leichter als mit anderen Cuttern. Man zieht es über den Zeigefinger und stützt es dann mit Daumen und Mittelfinger wie einen Bleistift, dadurch hat man viel Kontrolle und wenig Kraftaufwand. Für ganz lange gerade Schnitte würde ich es nicht benutzen, aber für mittlere und kleine Arbeiten.

Man kann es auch im Internet bekommen und es gibt auch eine Version bei der sich der vordere Teil drehen lässt, was für Rundungen sicher noch besser ist. Wer gern bastelt sollte sich so ein Fingermesser zulegen. Ich hab es im Curry's Art Store in Toronto gekauft.

11 November 2014

Workshop: BeschreibStoff


Im September war ich mal wieder in einem schönen Kalligrafie-Workshop. Es war nicht mein erster Workshop bei Schriftkünstler Joachim Propfe und vermutlich auch nicht der letzte.
Wir haben in den 3 Tagen in der ag galerie Tricks und Kniffe für wirkungsvolle Kalligrafie auf Stoff gelernt.
Der erste Aha-Effekt: man braucht keine Stofffarben dafür, die Zusammensetzung von Acrylfarben ist den Stofffarben so ähnlich, dass man sich den Kauf von teuren Stofffarben sparen kann.
Außerdem hatten wir im Kurs oft viel bessere Ergebnisse mit anderen pastösen Farben.

Theoretische Häppchen wechselten sich mit praktischen Übungen ab.
Themen waren u. a. die verschiedenen Stoffbindungen (Leinwand, Atlas, Köper), die im Zusammenspiel mit dem Pinsel eine große Rolle spielen. Welche Stoffe wofür geeignet sind. Farben (z. B. Acryl, Stofffarbe oder Airbrushfarbe), die richtige Konsistenz und wie man sie dauerhaft fixiert. Die Vorbereitung und Handhabung der Stoffe (waschen, bügeln, spannen, linieren, Farben mischen, schreiben, fönen, bügeln …). Welche Werkzeuge funktionieren gut (Pinselarten und -elastizität, Ziehfeder, Automatic Pen …). Schablonen entwerfen, schneiden und benutzen. Schriftzüge entwerfen und optimieren. Stoffe aufhängen und jede Menge Ideen für den Einsatz von beschriebenen Stoffen ...



Es gibt keine sichere Info welcher Stoff mit welcher Farbe und welchem Pinsel gut funktioniert, also sollte man immer etwas Stoff zum Ausprobieren da haben. Und es wurde im Kurs viel ausprobiert und sich dabei gegenseitig inspiriert.
Ich habe schnell meine Hemmungen Stoff zu beschreiben verloren. Papier kann man wegwerfen oder radieren, wenn etwas misslingt, aber auf Stoff erschien mir alles so endgültig. Mit der richtigen Vorbereitung, gutem Werkzeug, Probestoff und Ruhe gelingt es bestimmt. Also erstmal auf den billigen Geschirrhandtüchern üben und sich dann langsam bis zu Oma Idas Spitzentischtuch vorarbeiten. Üben ist sowieso immer eine gute Idee :-)

Danke, Joachim, für sooo viel nützlichen Input und die Einblicke in einige Deiner hart erarbeiteten Geheimnisse!