30 März 2015

Kleister selbstgemacht (1. Versuch)

 
Kleister brauche ich vor allem für Collagen, Pappmaché und um größere Papiere flächig zu verkleben. Aber warum extra Tapetenkleister kaufen, wenn man ihn ganz einfach und viel günstiger selbst machen kann? Und manchmal braucht man spontan Kleister und hat weit und breit keinen Laden. *
Also habe ich mal ausprobiert Kleister selbst zu kochen und damit ein Glas aus Weizenmehl und eins aus Maisstärke hergestellt.

Dafür hab ich 2 Esslöffel Mehl (bzw. Stärke) in 250 ml kaltes Wasser eingerührt und auf dem Herd für ein paar Minuten zum Kochen gebracht. Dabei immer umgerührt, damit es nicht klumpig wird oder anbrennt. Das ging wirklich ganz fix. Wenn der Kleister kalt ist kann man ihn nochmal etwas verdünnen, falls er zu fest wurde, und ggf. durch ein Sieb streichen um letzte Klümpchen zu entfernen.
Der Kleister aus Weizenmehl (linkes Bild) ist etwas milchiger und klebt stärker als der aus Maisstärke (rechtes Bild).
Demnächst probiere ich noch ein paar andere Sorten aus.



* Als ich mal auf Hiddensee Urlaub gemacht hab, hatte ich Lust Objekte aus Strandgut und Papier zu machen. Wenn ich gewusst hätte, dass man so einfach Kleister aus Mehl machen kann, hätte ich die Heilpraktikerin in Neuendorf nicht um Tapetenkleister anpumpen müssen ;-)

24 März 2015

Netznadeln -> Recycling

 
In unserer alten Werkstatt am Elbdeich habe ich mehrere Netznadeln aus Holz gefunden, die die Fischer früher zur Netzherstellung und zum Flicken der Netze benutzt haben. Sie sind ca. 60-100 Jahre alt und haben als Spulen für meine gewachsten Buchbinderzwirne jetzt ein neues Leben bekommen. Ich LIEBE nützliche alte Dinge.


23 März 2015

Palmblattbuch

 
Aus einer doppelseitigen Collage habe ich ein kleinformatiges Palmblattbuch gemacht. Es ist eins von drei Büchern, die im Workshop »Künstlerbücher« bei Marí Emily Bohley entstanden sind. Palmblattbücher haben in jedem Blatt 2 Löcher und sind mit einem Band verbunden. Die Form entstand schon v. Chr. in Süd-Ost-Asien, damals wurden dafür stabile Palmblätter zugeschnitten und beschrieben. Es ist ein sehr schön kompaktes Format, was sich besonders für kurze Texte, wie Gedichte, und als Geschenk gut eignet.

Mein Buch ziert ein Zitat von Vincent van Gogh: »Wandlung ist notwendig wie die Erneuerung der Blätter im Frühling«. Als Collagematerial dienten u. a.: Notenblätter, Landkarten, Buchseiten, Einwickelpapier, Teebeutel, Gaze, Parkscheine, Einkaufslisten, Papierreste, Algen ...
Die Collagen wurden sehr gut mit Kleister geklebt, nach dem Trocknen mit Tinte und Gesso bemalt und dann Rücken an Rücken mit Buchbindeleim verleimt und beschwert. Alles durfte über Nacht trocknen. Dann wurden die Karten zugeschnitten, gelocht und verbunden.

13 März 2015

Plakate für Django Deluxe

 
Für das Hamburger Trio Django Deluxe habe ich die Plakate zur aktuellen »Driving«-Tour gestaltet. Da die Anzahl der Musiker auf der Bühne etwas variiert, haben wir schließlich auf eine Abbildung von ihnen verzichtet und zeigen nur die Instrumente. Weniger ist mehr.

Die Jungs aus Wilhelmsburg machen Sinti-Swing vom Feinsten, auf der neuen CD und einigen Konzerten auch zusammen mit der wunderbaren NDR-Bigband. Hier findet ihr die Tourdaten und weitere Infos.

05 März 2015

Corporate Design für die Akquisefachfrau

 
Als Grafikdesignerin arbeite ich ja am liebsten für Firmen aus dem Kulturbereich und für Künstler und Musiker. Es gibt aber Ausnahmen. Denn wenn die Wellenlänge zum Kunden stimmt und mich das Thema/Produkt interessiert, wandern auch ganz andere Sachen auf meinen Bildschirm. Hier ist ein aktuelles Beispiel dazu: Das neue Logo und Corporate Design für die »Agentur für Unternehmenskontakte« Martina Bloch.

Ich habe Signet, Wortbildmarke und Hintergrundelement gestaltet, die für alle Anwendungen einen variablen Baukasten bieten. Martina hatte schon gute Vorstellungen davon, was sie wollte und was nicht ("ein Logo, das wirklich zu MIR passt") – und war dabei offen und flexibel, was mir als Gestalterin In der Zusammenarbeit mit ihr viel Freiraum ließ.

Der Umfang der Arbeit: alle Dateien für Print/Web, Visitenkarten, Briefpapier und ein Corporate Design Guide, der als Information für die Nutzung der Gestaltungselemente des Logos für Print und Web dient.

Das runde Signet bildet das Hauptelement des Corporate Designs: nordisch, klar, reduziert. Wie durch ein Bullauge aufgenommen, sieht man ein Boot in Bewegung, das den Buchstaben b darstellt und zwei Personen, von denen die eine der anderen den Weg zeigt und sie auf den richtigen Kurs bringt. Sie bilden ein patentes Team.
In der Wortbildmarke bildet die Firma das Meer auf dem das Boot fährt.

Als Ergänzung für vielseitige Gestaltungsmöglichkeiten gibt es noch das Segelboot. Ein m ist in der Welle zu erkennen, ein b im Segelboot. Es kann im ganzen oder angeschnitten eingesetzt werden.
Wir haben uns für die Schrift Calibri in verschiedenenen Schnitten entschieden, sie hat eine zeitlose Wirkung und wurde 2005 vom niederländischen Designer Lucas de Groot entwickelt.
Die Farben sind maritim gehalten, mit einem klaren Kontrast zum frischen Weiß des Untergrunds.

Der Relaunch von Website und Blog steht auch bald an, dafür wurden patente Fachleute ins Boot geholt. Ich bin schon sehr gespannt darauf.