19 September 2016

Das Haus am See

 

Ich weiß nicht, wie es euch damit so geht, aber für mich ist die Umgebung in der ich arbeite ein ganz wichtiger Faktor, der Einfluss auf meine Kreativität und die Qualität meiner Arbeit hat.
Ich finde es genauso wichtig an dem Ort zu arbeiten, der einem gut tut, wie mit und für die "richtigen" Menschen zu arbeiten – und wenn möglich auch noch im passenden Biorhytmus und mit Pausen. Das geht nicht immer, aber bekanntlich ist ja der Weg das Ziel :-)

Ich brauche viel Grün um mich herum oder die Möglichkeit Weite zu erleben. Das geht sehr gut am Wasser. Kreative Blockaden kenne ich kaum und ich kann mir vorstellen, dass das mit daran liegt, dass ich in der Umgebung bin, die mir gut tut.
Seit ein paar Jahren ist das das alte »Haus am See« in der Elbmarsch bei Hamburg. Hier ist es zu jeder Jahreszeit schön und ich kann drinnen und draußen arbeiten. Wenn ich Layouts und Skizzen mache, etwas zeichne, konzipiere oder Texte schreibe, dann bin ich dabei oft im Garten. Die Wolken spiegeln sich im See, die Vögel singen, ab und zu kommen die Hühner vorbei. Wenn euch so ein Ort auch reizt, dann könnt ihr ihn hier finden – ob für eine kleine Auszeit oder für entspanntes Arbeiten. Seit September vermiete ich Ferienzimmer und die ersten zufriedenen Gäste waren schon da. Guckt es euch mal hier an.

Und wo arbeitet ihr am liebsten?

13 September 2016

Kalligrafie & Meer – Happy waxing!

 
Ich hab eine neue Lieblingstechnik, die ich im Workshop auf Sylt kennengelernt habe. Dabei werden Motive mit heißem Wachs überzogen.

Wir haben zuerst auf Graupappe und Holzkörper Collagen gestaltet. Wichtig ist, dass der Untergrund nicht zu flexibel ist, Leinwand oder Papier wäre ungeeignet. Auf die Collagen haben wir dann noch etwas geschrieben und wo es passend erschien Farbe zugefügt. Unterschiedliche Strukturen wirken sehr schön, also ganz raue Kreide kombiniert mit klarem Fineliner.


Nach dem Trocknen haben wir dann Paraffin im Kochtopf sehr heiß werden lassen und mit einem breiten Pinsel zügig aufgetragen. Das Wachs muss flüssig und klar wie Wasser werden, denn dann hat es eine höhere Transparenz. Weniger heißes Wachs ist weißer, so dass vom Motiv darunter weniger zu erkennen ist.


Nachdem das Wachs dann fest ist, kann man etwas hineinritzen und in diese Bereiche vorsichtig Ölfarbe einarbeiten. Wasserbasierte Farben würden vom Wachs abperlen. Überschüssige Ölfarbe wird mit ölhaltigen Reinigungstüchern entfernt (Babyfeuchttücher gehen prima), so dass nur die Kratzer deutlich sichtbar sind.

Ich habe weiße oder schwarze Ölfarbe genommen. Der Effekt ist eine interessante Tiefenwirkung. Die Kratzer erscheinen im Vordergrund und Details in der Collage treten in den Hintergrund. Dazu sieht alles noch ganz schön unter Patina gealtert aus und Farben schmelzen sanft zusammen. Ein großer Spaß! Und ich habe viele Ideen, was ich mit dieser Technik noch machen möchte.